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Von Bergstraßen, Grenzen und Maya-Ruinen

einsortiert unter: Guatemala / Honduras / Nicaragua, am 6. Dezember 2013

Dass dieser Weg kein leichter sein wird, wussten wir dank DJ Gerald Asamoah schon seit der WM 2006. Dass die Straßen in Mittelamerika keine deutschen Autobahnen sein werden, war auch klar. Aber dass es teilweise so beschwerlich sein würde, hätten wir nicht gedacht.

Nachdem die Einreise nach Guatemala super gelaufen ist und wir tolle Tage bei den Ruinen von Tikal verbracht haben, fahren wir ins guatemaltekische Hochland. Nach dem Einkauf haben wir noch etwa 6h Zeit bis zum Einbruch der Dunkelheit, da sollten die 200km doch locker zu packen sein – so denken wir. Nachtfahrten wollen wir aus Sicherheitsgründen vermeiden: zum einen drohen Überfälle, zum anderen sieht man einfach die Hindernisse auf der Strasse nicht. Die ersten 100km sind wunderschöne asphaltierte Straße, wir fahren lässige 90km/h, zumindest bis ein Fluß die komplette Straße weggespült hat. Eine provisorische „Fähre“ scheint schon länger fest installiert zu sein, die Überfahrt kostet jedoch eine Stunde. Nach weiteren 50km hört die Straße auf, eine Brücke ist eingestürzt, wir müssen einen Umweg fahren.
Für die restlichen 50km benötigen ganze 2,5h. Es ist nicht mal mehr eine Schotterpiste, sondern ein felsiger, steiler Bergpfad. Wir fahren fast nur im ersten und zweiten Gang, teilweise muss wegen der Steigung die Untersetzung rein. Und dennoch reden wir immer noch von der Carretera 5, eine der großen Nord-Süd-Verbindungen in Guatemala.
Normalerweise ist immer ein guter Indikator für die noch kommende Strecke, welche Art von Autos einem entgegenkommen. Uns begegnen einige wenige Geländewagen, die meisten Kleinbusse (auch Allrad) scheinen alle den Umweg über Rio Dulce in Kauf zu nehmen. Spät nach Einbruch der Dunkelheit erreichen wir das angepeilte Bergdorf, indem es tatsächlich die beschriebene Unterkunft gibt – es warten traumhafte Tage in unglaublicher Kulisse als Lohn für die Mühen (und abgekauten Fingernägel).
Weiter geht es in den Osten Richtung Honduras, das einzige Land, in dem wir uns nicht wirklich sicher fühlen. Die Grenze ist einfach, weil kaum befahren – mit dem Zollbeamten diskutieren wir über die WM (ja, auch Honduras ist qualifiziert!).
In Honduras hält uns nicht viel, auch wenn die Landschaft toll ist. Mehrere schwere LKW-Unfälle, Subways, die aus Sicherheitsgründen jedem Kunden einzeln aufschließen, und unzählige Schrotflinten bewaffnete Security an jedem öffentlichen Ort lassen irgendwie keine entspannte Atmosphäre aufkommen. Mit den Einheimischen haben wir aber sehr viel Spaß!

Nicaragua: Es hat auch keinen besseren Ruf als seine Nachbarn, ist aber ein tolles Land. Beste Wellen, günstige Preise und wie immer liebevolle Menschen lassen uns viele Tage verweilen (zumal sich Richard von einer heftigen grippeähnlichen Krankheit auskurieren muss). Die Grenze nach Costa Rica ist allerdings ein Witz und völliges Chaos. Zum ersten Mal sind wir etwas gereizt, weil scheinbar wahllos irgendwelche Ausreisestempel für unser Auto verteilt werden. Leider benötigt man drei davon, von unterschiedlichen Personen, die sich irgendwo auf einem riesigen Busbahnhof herumtreiben. Costa Rica dagegen wirkt nahezu westlich, mit ordentlichen Schaltern und Prozessen, alles hat seine Richtigkeit :-).

Und so machen wir nun erstmal Urlaub von der Reise, zumal seit heute unsere Eltern für ein paar Wochen eingeflogen sind. Weihnachten ist gerettet :-)!

P.S.: Morgen ist die Gruppenauslosung. Es geht los!!

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english version:

We knew that this journey wouldn’t be easy since the World Cup 2006 thanks to DJ Gerald Asamoah. It was also clear that the central american road aren’t german “Autobahnen”.  But we didn’t expect it to be that that hard, at least partially.

After a smooth immigration to Guatemala we spend amazing days at the ruines of Tikal, and than we take off to the gualtematecian highlands. We have 6h until dusk, which should be more than enough for the upcoming 200km, so we think. We want to avoid driving at night due to safety reasons: there happen car highjackings from time to time, and you just don’t see the obstacles on the road. The first 100km are beautiful paved road, we do 90, at least until a river flushed away the entire street. A temporary “fairy” seems to be established as a long-term solution, the crossing takes more than one hour. After further 50km the street ends, a bridge collapsed, we have to find a detour.
The final 50km takes us more than 2,5 hours. It is not even a gravel road any more, only a rocky, very steep mountain trail. We drive in first and second gear only, sometimes in low-gear because of the steep grades. And we are still talking of the Carretera 5, one of the major north-south passages of Guatemala.
Usually a good indicator for the remaining road is the type of forthcoming vehicles. We encounter few other 4x4s, most of the mini busses (despite 4WD, too) seem to take the immense detour via Rio Dulce. Late after dusk we arrive at this tiny mountain village, and indeed there is a little hostel as described in our guide book – wonderful days in a spectacular  coulisse pay out the effort (and bitten fingernails).
We travel further towards Honduras, the only country so far we don’t feel really safe at. The border process and paperwork is easy as this rural border is not frequented by transit traffic – we discuss about the world cup with the customs officier (yes, also Honduras is qualified).
There is not much what holds us in Honduras, but the landscape is cool though. We pass several severe truck accidents, at Subways the doors are permanently locked and unlockend for every new customer, security guards wear shotguns all over…all that kindof kills a relaxed athmosphere. But we have lots of with the locals!

Nicaragua: Its reputation isn’t better than its neighbours, but it is a great country! Cool waves, good prices and – as always – beautiful people let us stay many days, also because Richard has to recover from a mysterious viral infection. But the border to Costa Rica is a joke and total chaos. We are pissed for the first time, because departure stamps are randomly given. As always the paperwork is about the car, not about us. Unfortunately we need, for some reason, three stamps and signatures by different persons, in a certain order, and all those people run around a huge crowded bus terminal. Costa Rica however appears almost western, with real counters and processes and some order J.

And so we now take some vacation from the trip, also because today our parents flew in for a couple of weeks. Christmas is safe :-).

P.S.: Tomorrow is the drawing. The world cup begins!