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Argentinien – Die Grillweltmeister / Argentina – BBQ world champions

einsortiert unter: Peru / Bolivien / Chile, am 26. Mai 2014

Argentinien – Das Land des Leidens, des Tango und der Melancholie, mit seinen unendlichen Weiten der Pampa und der „Tierra del Fuego“. Zugegebenermassen hat Deutschland bei den letzten beiden WM’s viel zu dieser gedrueckten Gemuetslage der Argentinier beigetragen.

Argentinien ist fussballverrueckt, das ist klar. Und wenn sie sich nicht gerade mit Fussball beschaeftigen, widmen sie sich dem, was sie wirklich am besten koennen, wo ihnen so schnell niemand etwas vormacht, der Disziplin, in der sie bereits Weltmeister sind: Der Rinderzucht in den endlosen Weideflaechen und das anschliessende Fest der Zubereitung und Verzehrung eben dieser. So wie das „corazón“ eines Argentiniers glueht auch seine Parilla (=Grill) heiss und leidenschaftlich, allein am 30.06.2006 und am 03.07.2010 wurde beides durch die bitteren Traenen der Niederlage ausgeloescht. Waehrend die Parillas laengst wieder gluehen, haben sich die Herzen scheinbar immernoch nicht ganz vom Trauma erholt. Deswegen bekommt man vom Tankwart auch mal ein ‚oido alemánes‘ – ‚ich hasse Deutsche‘ zu hoeren. Natuerlich nur im Spass gemeint, oder zumindest im Halbspass : )

So haben auch wir in unserem kurzem Aufenthalt jeden zweiten Tag ein Asado zelebriert, diese rustikale kulinarische Symphonie aus Holz, Feuer und Fleisch, das urspruenglichste aller Essen. Wir haben die Geheimnisse, die wir schon von unserem ersten Argentinienbesuch vor vier Jahren gelueftet haben, mitsamt den in Chile erlernten Feinheiten verbunden (danke Pato fuer die Salsa Chilena!). In Kombination mit der Verkostung verschiedenster Fleischschnitte aus allen Teilen des Rindes zur Perfektion gebracht, um auch die letzten Feinheiten des Sabors des Fleisches herauszuarbeiten! Der Kilopreis der besten Stuecke liegt uebrigens bei 7-8 Euro, und wir reden hier von der besten Qualitaet der Welt.

Dazu muss man wissen, dass der Argentinier meist nicht mit Kohle, sondern mit Holzglut grillt. Soll heissen, man entfacht ein Feuer mit Hartholz (so hart, dass unsere Axt beim Spaltversuch teilweise vom Holz abgesprungen ist!) und fuettert mit dieser Glut die Parilla. Die meisten Sternekoeche wuerden wahrscheinlich die Haende ueber dem Kopf zusammenschlagen, doch das Fleisch salzt man hier meist schon vor dem Grillen ordentlich ein. Weitere Marinaden, Gewuerze wie Pfeffer oder Curry, oder gar Sossen – Fehlanzeige. Hier will man ausschliesslich den puren Fleischgeschmack geniessen und diesen durch nichts verfaelschen. Und, kaum zu glauben: waehrend eurpaeische Steaks waessern und dahinschrumpeln, waechst hier das Fleisch um gute 30-40%, wahrend es seine gute Stunde ueber maessiger Hizte langsam vor sich hin grillt.

In unserer Bilderreihe haben wir die einzelnen Grillschritte aufgefuehrt und erlaeutert. Und es ist kein Zufall, dass sich diese wie bei klassischer Musik oder Weltliteratur in fuenf Akte untergliedert. Viel Spass beim Nachgrillen!

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english version:

Argentina – the land of tango, suffering and melancholy, with its endless Pampa and the „Tierra del Fuego“. Okay, admitted that Germany added some to this nation´s mood in the past two World Cups.

Argentina is crazy about football, that´s for sure. And when they don´t occupy themselves with football they do what they really can do best, the discpline they are already world champion in: the farming, grilling and consumption of cattle. Just like the „corazón“ of an Argentinian so glows his parilla (=grill) hot and passionately, just on the 30.06.2006 and the 03.07.2010 both has been extinguished by the bitter tears of defeat. Meanwhile the parillas glow and sizzle again, but their hearts haven’t recovered fully yet, that´s why you sometimes hear a „oido alemánes“ at the gas station. Just in joke, of course, or at least in half-joke :-).

And so also we celebrated an asado every second day during our short stay in this country, this rustic culinary symphony of wood, fire and meat, the most natural of all food. We connected the secrets we discovered during our last visit in Argentina in 2010 with the refinements we learned in Chile (thanks to Pato for salsa chilena!). Brought to perfection with combining this with the tasting of the many different cuts from all parts of the cow, to carve out the finest notes of the meat´s „sabor“! The price for a kilo is around 7 to 8 Euro by the way, and we´re talking of the best quality in the world!

You ought to know that the Argentinian doesn´t grill with charcoal, but with blaze of a special kind of wood. That means that you start a fire with this hard wood (so hard that our axe rebounced sometimes when we tried to cut it) and you then slowly feed the parilla with this glow. Most of the gourmet chefs most probably would throw their hands up in horror, but here you salt the meat before it comes on the grill. Other marinades, spices like pepper or curry or even sauces – negative. Here they want the pure taste of the meat without any other influences. And, believe it or not: While European steaks leak water and shrink the Argentinian meat grows around 30-40% while it sizzles slowly on moderate heat for more than an hour.

In our picture show we displayed and explained the single steps of an asado. And it is no coincidence that, just like classic music or world literature, it is subdivided into five acts. Have fun with your own asado „Southamerica-style“!

Good-Bye Chile – Hello Argentina!

einsortiert unter: Peru / Bolivien / Chile, am 14. Mai 2014

Ein letztes Mal queren wir nun die Anden, diese riesige langgezogene Gebirgskette, die uns bereits seit Kolumbien begleitet und uns so vertraut ist. In Chile besorgen wir noch einmal Angelequipment, denn das Terrain im „Valle del Maule“, kurz vor dem Pass nach Argentinien, sieht vielversprechend aus.

Wir grillen wieder frisch gefangene Forellen auf der selbst ausgehobenen Feuerstelle, wie anfangs, als wir noch durch die USA gestreift sind. Allerdings merkt man den Herbst mittlerweile deutlich: Die Temperaturen schaffen es kaum noch ueber 15 Grad, nachts wird es ziemlich frisch.

Die Passstrasse ist wunderschoen und schlaengelt sich hinauf auf ueber 2500 Meter. Nachdem wir die Ausreise aus Chile hinter uns haben, mit den Grenzern wieder einmal gegenseitig Glueckwuensche fuer das Turnier ausgetauscht haben, campen wir auf dem Pass. Es wird ein Negativrekord der Reise, was die Temperatur betrifft. Ohne Feuerholz waere das wahrscheinlich keine gute Idee gewesen, zumal uns nachts boeiger Wind fast die Zeltplane wegreisst.
Hier ein kurzer Eindruck: http://youtu.be/Fw6arv9iCQQ

Morgens ein letzter Angelausflug und hinab den Pass nach Argentinien. Schockmoment bei der Einreise: Der argentinische Grenzer will irgendwelche Zettel sehen, die uns die Chilenen allerdings abgenommen haben. „No es possible de entrar sin los papeles“, wiederholt er stur. Das Problem: Wir haben mit unserem Sprit knapp kalkuliert und wuerden es gerade so in die naechste argentinische Stadt schaffen. Zurueck ueber den Pass, um dann wieder nach Argentinien zu fahren, ist nicht drin.
Laengere Diskussionen mit seinen Vorgesetzten folgen, am Ende geht es dann doch irgendwie, und wieder schnacken wir ausgelassen ueber die WM. Wie immer. Allein als das WM-Turnier 2010 zur Sprache kommt, vor allem ein gewisses Viertelfinale zwischen Deutschland und Argentinien, droht die Stimmung zu kippen – die Argentinier scheinen daran immernoch zu knabbern (4:0, Anm. d. Red.). Aber wer soll es ihnen verdenken.

Argentinien, die Klischees treffen bereits nach wenigen Kilometern zu: Gauchos mit Herden auf der Strasse, und am Horizont koennen wir bereits die endlose Pampa erkennen. Die legendaere Ruta 40 fuehrt uns Richtung Norden und wir finden Unterkunft in einem kleinen, baeuerlichen Hostal am Ende einer Schotterpiste. Nach 4 Tagen wild campen wird endlich mal wieder geduscht, eine Rasur ist auch dringend faellig.

Und mit Udo Juergens singen wir „Buenos Dias, Argentina, er war weit, mein Weg zu Diiir“! Wie wahr…

Noch 29 Tage bis zum Anpfiff!

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english version:

We cross the Andes one last time, this huge mountain range which accompanies us since Colombia and which became so familiar to us. One last time we buy some fishing equipment in Chile as the „Valle del Maule“, a valley right before the pass to Argentina, looks very promising.

Again we grill fresh-caught trout on a self-built fireplace, like at the beginnings when we strayed through the United States. You can feel the winter coming now, though, temperatures hardly make it beyond 15 degrees Celsius, and at nights it gets really chilly.
The pass is so gorgeous and winds up on more than 2500 meters. When we manage the exit at the Chilean border we wish each other good luck for the tournament with the migration officers, as always. Then we camp on the pass. It is a negative record on the trip when it comes to temperatures. Without firewood this certainly wouldn´t have been a good idea, especially because a stormy wind almost blows away our tent cover at night.
Here some impressions: http://youtu.be/Fw6arv9iCQQ

In the morning a final fishing hike to the huge „Lago del Maule“ and then down the pass to Argentina. A schock at the immigration: The immigration officer wants to see some papers which the Chileans kept. „No es possible de entrar sin los papeles“ he repeats stubbornly. The problem is: We calculated shortly with our gasoline and we are happy if we make it to the next Argentinian city. Back over the pass to Chile just to cross it again afterwards – no way.

Long discussions with his supervisors follow, and in the end it all works out, and again we talk jolly about the World Cup. Business as usual. Only when it comes to the World Cup 2010, especially to a certain quarter final between Germany and Argentina, the good atmosphere seems to freeze for a moment – the Argentinians still seem to struggle with that defeat (4:0, editor´s note). But who could blame them for that.

Argentina, all the clichees apply just few kilometers after the border: Gauchos with cattle on the road, at the horizon we can see the endless Pampa already. The legendary „Ruta 40“ leads us northwards and we find accomodation in a small, rural hostal at the end of a gravel road. After 4 days of wild camping we can shower, and a shave is urgently required, too.

And with Udo Juergens (A famous German folk singer, editor´s note) we sing along „Buenos Dias, Argentina, it was far, my way to heeere“! How true…

29 days to the kick off!

12 Monate Road2Rio – Happy Birthday Road2Rio!

einsortiert unter: Peru / Bolivien / Chile, am 9. Mai 2014

Es ist nun tatsaechlich genau 1 Jahr her, dass wir zu unserer unendlichen Reise ins Ungewisse aufgebrochen sind. Niemand von uns wusste, ob das, was wir da in unzaehligen Wochenendschichten in Papas Hobbykeller zusammengebastelt hatten, auch funktionieren wird. Faellt der Innenausbau nach der ersten Ruettelpiste in sich zusammen? Haben wir alle Loecher, die wir in die Karrosserie gebohrt haben, auch richtig abgedichtet? Brauchen wir mehr Wasserkanister, oder lieber mehr Dieselkanister? Bei diesen Fragen wusste niemand eine Antwort, klar war: Alles, was nicht passt, muss irgendwie auf der Strasse geloest werden – auf einem anderen Kontinent, Zehntausende von Kilometern entfernt von einer deutschen Werkstatt.

Blass, mit kurzen Haaren und voller Spannung sassen wir im Flugzeug nach Washington und fragten uns, was „da drueben“ wohl auf uns wartet. Werden wir Baeren sehen? Kidnappen uns mexikanische Drogenkartelle, so wie es uns viele Leute prognostiziert haben? Bleiben wir irgendwo stecken und verhungern jaemmerlich, weil wir keine Ahnung vom offroaden haben? Oder schaffen wir es tatsaechlich nach Suedamerika, um dann den FARC-Rebellen in die Haende zu fallen? Wie kommen wir ueberhaupt rueber nach Suedamerika? Keiner von uns konnte erfassen, dass wir ueber die USA und Alaska quer durch Mittel- und Suedamerika fahren werden. Und das Ganze noch mit dem eigenen Auto, in ganzen Stuecken…und am Ende noch Weltmeister werden? In Rio de Janeiro? Noch nie hatte sich ein Ziel weiter entfernt angefuehlt.
Die Vorfreude und grenzenloser Optimismus ueberstrahlten aber immer alle Ungewissheiten!

Mittlerweile sehen wir aus wie Waldschrate, unrasiert, wettergegerbt, langhaarig, mit Hornhaut an den Haenden. Das letzte Mal waren wir in Haines, Alaska, bei einem echten Friseur, danach musste Ami ran. Kaum ein Kleidungsstueck von uns hat kein Loch. Wir haben abgenommen, und auch Sami sieht man die Strapazen an: Das Heck sieht nach dem Unfall in Oregon immernoch mies aus, dem Kuehlkreislauf mussten wir einen Bypass verpassen (lassen), das Dachzelt und anderes Equipment wurde unzaehlige Male repariert, die Stossdaempfer sind nach Tausenden Kilometern Piste hinueber, die Reifen haben kein Profil mehr…und doch steht er hier: An der Kueste Chiles, 12 Monate, 15 Grenzen und ueber 50.000 Kilometer spaeter. Unglaublich.

Wir haben gelernt, wann und wie man Forellen faengt, wie man mit Baeren und Elchen umgeht. Wir kennen nun die besten Lachsgruende in Alaska. Wir haben reiten gelernt. Die Bundeskanzlerin hat uns gutes Gelingen gewuenscht. Wir wissen, wie man am besten mit mexikanischen Militaers verhandelt und haben die Verschiffungsprozedur in Kolumbien ohne Agenten hinbekommen. Strassenblockaden und Maschinengewehre koennen uns nicht mehr schocken. Die Wuesten sind durchquert und die Andenpaesse sind ueberstanden, lediglich ein einziger fehlt noch: die Querung nach Argentinien.

Road2Rio kommt uns beiden unendlich vor. Die Gedanken an alle bisherigen Stationen sind sehr praesent, dennoch fuehlt sich beispielsweise die USA wie ein anderer Trip an. Wie aus einem vorherigen Leben. Wir kehren jetzt auf die Zielgerade ein, wir koennen Brasilien quasi schon sehen. Da hinten, hinter dieser Andenkette, da ungefaehr liegt es…unser Ziel. Der Hoehepunkt und das Ende unseres ultimativen Roadtrips.

Man behauptet ja gerne, der Weg sei das Ziel. Das stimmt bei uns nur teilweise. Klar, wenn wir nur die WM haetten erleben wollen, haette ein Flug nach Rio auch gereicht. Natuerlich ging es auch um die Reise, um das Abenteuer. Aber unser erklaertes Ziel war immer, mit dem WM-Pokal nach Hause zu kommen. Und dafuer bereiten wir uns nun auf den ultimativen Endspurt vor. Wir satteln noch einmal die Pferde, also Sami, und brechen die letzten Kilometer an.

Wir versuchen, nicht traurig zu sein, dass das Ende naht. Die Weltmeisterschaft steht bevor, und wir duerfen dabei sein, mit den Tickets zu den deutschen Spielen in der Hand. Wir werden Ronaldo weinen sehen, und mit ein klein wenig Glueck am Ende im Maracana-Stadion stehen und die Nationalhymne singen. Wir koennen froh sein, dass mit der WM das beste aller moeglichen Enden einer Reise auf uns wartet. Das Turnier in Brasilien wird mit Sicherheit ein ganz eigenes Abenteuer! Der Fall danach wird vermutlich hart, die Resozialisierung in der Heimat, aber daran mag hier noch niemand denken. Unsere Fanartikel sind geordnet, Road2Rio ist bereit fuer das grosse Finale.

Noch 33 Tage bis zum Anpfiff.

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english version:

Indeed, it is exactly one year ago when we left to this endless journey into ´the great wide open´. Nobody of us knew if these things really would work which we built in uncountable weekends in daddy´s cellar. Will the lockers we built fall in right after the first miles on washboard road? Did we sealed all the holes properly which we drilled into Sami´s body? Do we need more water canisters, or better more diesel canisters? Nobody had an answers for us to those kind of questions, but one thing was for sure: Everything which doesn´t fit has to be solved on the road, on another continent, ten thousands of kilometers away from any german garage.

Pale, with short hair and full of excitement we sat in this airplane to Washington and asked ourselves what is expecting us „over there“. Will we encounter bears? Will we get kidnapped by mexican drug cartells as so many people forecasted? Will we get stuck because we have no clue about offroading and starve to death in a desert? Or do we make it really to South America, just to fall into the hands of FARC guerillas? And how do we get Sami through the Darien Gap anyways? Nobody of us could grab that we really will cross the entire United States, all the way up to Alaska and right across Central and South America. And all this with our own car, in one piece, and in the end we also want to get world champion? In Rio de Janeiro? Never felt a destination more far away.
But our excitement and borderless optimism outshined all uncertainties!

Meanwhile we look like hillbillies, unshaved, weathered, long-haired, with hard skin on our hands. The last time we´ve been to a proper hair-cutter was in Haines, Alaska. Since then Ami had to do the job. Almost no piece of our clothes has no hole. We lost weight, and also Sami beholds the strains: His back still looks ugly after our accident in Oregon, the cooling cuircit had to be bypassed, the roof tent and lots of other equipment has been repaired a thousand times, the suspensions are totally torn, the tires lack of profile…and though he stands here: At the coast of Chile, after 12 months, 15 boarders and more than 50.000km later. Unbelievable.

We learned when and how to catch trouts, how to deal with bears and mooses. We got to know the best salmon grounds in Alaska, we learned how to ride. The chancellor Angela Merkel wished us good look. We now know how to negogiate best with mexican military and we managed the crazy paperwork in Colombia´s port without an agent. Roadblocks and machine guns don´t scare us anymore since ages. The deserts are crossed and the Andes mountain passes are survived, just a single one is still waiting: The crossing to Argentina.

Road2Rio feels endless for us. The memories of all stations of our trip are still very present, nevertheless e.g. the States feel like a different trip. Like a previous life. We are on the final spurt now, we can feel and almost see Brazil already. Right behind there, behind this mountain range, around there it is…our destination. The highlight and also the end of our ultimative roadtrip.
They say that the journey is the reward. For us, this is just partly true. Sure, if we just wanted to experience the world cup we could´ve taken a direct flight to Rio. Of course it was also about the journey, the adventure. But our declared goal has always been to bring the trophy home. And we´re getting prepared to do this right now. We saddle the horses a last time, Sami, and start the final remaining kilometers.

We try not to be sad the end is near. The world cup is waiting, and we are lucky to be part of it, with the tickets to the german matches in our hands. We will see Ronaldo weeping, and with little luck we finally will stand in the Maracana stadium and sing the german national anthem. We can call ourselves so lucky that, with the world cup, the best of all ends of a trip like this awaits us. This tournament in Brazil will definitely be an adventure on its own!
The fall after will propably be quite hard, the „rehab“ in our home country, but at Road2Rio nobody wants to think of this yet. Our fan articles are sorted, Road2Rio is prepared.

33 days to the kick-off.

Chilly Chile!

einsortiert unter: Peru / Bolivien / Chile, am 6. Mai 2014

Und siehe da, Chile unterscheidet sich wirklich von den bisherigen suedamerikanischen Laendern. Festzuhalten ist, dass die Chilenen endlich das erste suedamerikanische Volk ist, welches mit stolz geschwellter Brust auf das kommende WM-Turnier blickt! Nicht wenige kannten sich sehr gut mit den moeglichen Konstellationen aus und sehen Chile im Finale gegen Deutschland. Nach unserer Rechnung muessten sie dabei ihre Gruppe gewinnen, aber wer weiss, es gab schon so manche grosse Ueberraschung. Wir persoenlich wuerden es selbstverstaendlich sehr begruessen, wenn dieser Fall eintreten wuerde! Die Tickets dafuer halten wir jedenfalls schon in den Haenden 🙂

Endlich konnten wir auch (als Mitteleuropaeer, die gruene Landschaften lieben) die ewige Wueste hinter uns lassen. Und so ist die Zeit in Chile auch im gesamten Reiseverlauf einzuordnen. Nach einer Reise, die uns endlos vorkommt, dem Ziel so nahe, kehren wir bei der wunderbaren Courtney ein, die wir schon in Equador kennen gelernt haben. Rena und Ami sind anschliessend die letzten Besucher aus Deutschland, die uns fuer den bevorstehenden Enspurt einschwoeren!

Zur Zeit befinden wir uns in Pichilemu, dem sogenannten Hawaii Suedamerikas. Auch hier verhaelt es sich aehnlich. Wir haben fast die gesamte amerikanische Pazifikkueste nach Wellen abgegrast, haben gekaempft, gelitten, wurden verpruegelt, sind gewachsen, haben gelacht, haben im innere Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Ruhe gefunden. Natuerlich haben wir auch das Leben, welches wir geniessen duerfen, ausgiebig gefeiert und dafuer Pacha Mama mit dem ein oder anderen Schluck gedankt! Jetzt stellen wir uns den groessten Wellen, der staerksten Stroemung und dem gefaehrlichsten Break entlang der Felskueste. Wir wollten den Endboss, und hier haben wir ihn. Es ist wie beim Fussball: Wir wollen den Titel nicht gegen kleinere Mannschaften gewinnen, wir wollen die grossen Teams schlagen!
Mal sehen, wie es es ausgeht, aber sicher ist: Bei Road2Rio ist niemand gluecklich Zweiter ;-).

Und nun bricht die letzte Woche unserer Rast an, vor dem weiten Weg zum Hafen nach Montevideo, an dem uns Sami verlassen wird. Dann heisst es, die Sache zu Ende zu bringen. Es wird hart, nach dann fast 13 Monaten ploetzlich ohne Sami zu sein, einen Freund nach Hause senden zu muessen. Doch er wird es verstehen, und wir werden die Sache zu Ende bringen.
Es gilt, den Titel zu holen und mit ihm in die Heimat zurueckzukehren!

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english version:

And see, Chile IS different than the rest of South America. It has to be said that the Chileans are the first country we´ve travelled through which rellay optimistically looks forward to the World Cup. The Chileans seem to very proud, most of them know all the possible constellations for the K.O. round after the group phase, and many see Chile in the final versus Germany. And they are serious about that! According to our calculations they would have to win their own group, which will be quite tough, but who knows – at World Cups there always have been big surprises.
Personally we would appreciate should this case occur! Anyways, the tickets for this final are already in our pockets 🙂

And in Chile we finally could also leave the endless desert behind us, as green-loving Europeans. Our time here seems to be kind of a copy of our entire trip. After times which seemed to be endless, we now are so close to our destination. We stay at lovely Courtney in Antofagasta and have a great time with her friends Kelly, Paul, Laura and many more. Rena and Ami joined for some weeks, they have been the last visitors from Germany who prepared us for the upcoming final spurt!

Right now we are in Pichilemu, they call it the Hawaii of South America. And also when it comes to surfing, it feels the same. We surfed pretty much all the way down the pacific coastline, searched for waves, we fighted, suffered, got hurt, have grown, have laughed and found some strong mental balance, satisfaction and inner peace. Of course we celebrated the life we are allowed to live, extensively :-). We always thanked Pacha Mama with a little sip. Now we are facing the biggest waves so far, the strongest current and the dangerous breaks along this rocky coast. We wanted to have the „end boss“, now we got him. It is like in football: We don´t want to win the cup against smaller opponents, we want to beat the big teams!
Let´s see how this will end, but one´s for sure: at Road2Rio nobody is a happy second winner :-).

And now we are in the last week of our last major rest, before we head off to Montevideo, Uruguay, where Sami will leave us. And from then on the motto will be: Let´s finish this! It will be hard to send a friend back home, to be without him after almost 13 months. But he will understand, we are sure.

We left home to make it to Brazil and to bring the title home, and so we will!

Road2Rio, in der Wueste schon Champions / In the desert already champions

einsortiert unter: Peru / Bolivien / Chile, am 21. April 2014

Auch tief in der Atacama-Wueste glauben wir wie immer fest an den Titel 🙂

As always we strongly believe in the title, also deep in the Atacama desert 🙂

Salziges Bolivien / Salty Bolivia

einsortiert unter: Peru / Bolivien / Chile, am 20. April 2014

Auf 4000m fahren wir am Lago Titicaca nach Bolivien ein, das letzte Land unserer Reise, das nicht an der WM teilnimmt. Und wir waren ueberrascht: An der bisher ruhigsten Grenze wurden wir sehr freundlich empfangen, und schon am Zoll wurde mit den Grenzern und Soldaten herzlich gelacht (u.a. ueber gemachte Brueste in Brasilien ;-)).

Auch sonst waren die Menschen wieder sehr freundlich, wie der lustige Fahrer im Salar de Uyuni, der sich herzlich ueber einen Touristen amuesierte, der mitten in eine Pfuetze getreten ist. Einzig der Polizist in La Paz, der uns des zu schnellen Fahrens bezichtigte, war etwas nervig. Doch nach entschiedenem Auftreten konnten wir ihm ein Bussgeld ausreden, da er weder seine imaginaere Radarpistole, noch irgendein Beweisfoto vorweisen konnte. Sein „Nachweis“ war lediglich unser „notiertes Nummernschild“, dass er auf seinem Zettel gekritzelt hatte. Als Richard ihn dann noch mit unserem Dokumentenhaufen ueberflutete, kapitulierte er. Er hatte die Rechnung ohne Road2Rio gemacht! Gut, dass er nicht weiter nachgeforscht hat, zu diesem Zeitpunkt hatten wir naemlich die obligatiorische Haftpflichtversicherung noch nicht abgeschlossen. Das naechste mal sollten „wir Gringos mehr aufpassen“, meinte er zum Abschied, als wir den Wagen wieder auf die Strasse lenkten. Genau, machen wir 🙂

A propo Haftpflicht: Wieder einmal begeben wir uns (diesmal im Moloch La Paz) auf eine Odysee, um den verdammten Aufkleber zu erhalten. Die Versicherung selbst ist uns eigentlich egal, wir wollen den Sticker nur fuer die Polizeikontrollen an der Windschutzscheibe haben. Nach 2 Stunden durchfragen enden wir in einem winzigen, chaotischen Buero in einem namenlosen Buerogebaeude, in der auch auslaendische Fahrzeuge versichert werden.

Anschliessend ging es ueber schier endlose, einsame und menschenleere Hochebenen Richtung Chile. Insgesamt haben wir am Ende fast 4 Wochen lang ueber 3500 m verbracht.

Der Grenzuebertritt nach Chile war der deutlich abgelegenste und einsamste unser bisherigen Reise. Ca. 200km von der naechsten Siedlung entfernt, auf ueber 3500m mitten in der trockensten Region der Welt, mussten wir uns sogar die Schranken an der Grenze selber oeffnen. Die chilenische Grenzbeamtin fuehrte auch zum ersten Mal eine Lebensmittelkontrolle durch. Wir befuerchteten das Schlimmste, hatten wir doch reichlich Essen fuer die Wueste eingepackt. Leider hilft auch unser Charme nicht –  die leckere Melone, weitere Fruechte und alle Eier wandern hinter den Tresen der Zollstelle. Wenigstens konnten wir Richards schlimmsten Albtraum abwenden: das letzte Grillhaehnchen (Proviant fuer die Tage, da wir schon seit Wochen keine neuen Gasflaschen mehr fuer unseren Kocher gefunden haben) wurde uns gluecklicherweise gelassen – es war bereits vorgekocht. Nur unser Gewuerzversteck wurde nicht entlarvt. HA! In Chile weht wohl ein etwas anderer Wind…wir sind gespannt, welche Abenteuer uns bei diesem WM-Teilnehmer erwarten!

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english version:

We cross the border to Bolivia on more than 4000 metres, the last country of our journey which does not participate at the World Cup. And we have been surprised: We experienced a very welcome at the most quiet border ever, and had some nice laughters with the custom officers and soldiers (e.g. about fake boobs in Brazil ;-)).

People have been again very friendly, like the funny driver in the salt lake at Uyuni who almost pissed hisself laughing about a tourist who stepped in a deep puddle.
Only the police officer in La Paz who blamed us for driving too fast was annoying. Luckily we could avoid being ticketed with bold appearance as he couldn’t show neither his imaginary radar gun nor an photo of us. His „evidence“ was our license plate scribbled by hand on his notepad. Alright. And he finally  surrendered when Richard flooded him with our mass of import documents, customs papers and more. Don’t mess with Road2Rio! But good that he didn’t dig too deep because at that time we didn’t have the obligatory insurance papers yet. Next time we gringos „should be more careful“ he said, when we started Sami again. Alright, we will :-).
Talking about insurance: Again we go hunting this bloody scrap of paper, this time in the „moloch“ of La Paz. We don’t care about the insurance itsself, but we want to have that sticker on our windshield for the police controls. After 2 hours of asking our way through the city we end up in a tiny, chaotic office in nameless building – and we get the paper.

After La Paz we cruise through the endless, emtpy and lonely Altiplano towards Chile. In the end we spent more almost 4 weeks higher than 3500 metres above sea level.

The border crossing to Chile was the most remote and loniest by far. Around 200km away from any civilisation, on 3500 metres, in the driest area on earth, we even had to open the border barriers by ourself. The female Chilean customs officer does a check for prohibited food, the first time on our trip! We fear the worst as we filled up the car with plenty of food for the desert! Unfortunately our charme doesn´t work here, the yummi melon, other fruits and all the eggs end up us a dinner for the customs control. At least we could avert Richard´s biggest nightmare: the last grilled chicken, provision for the upcoming days as we run out of gas for cooking, can remain – it is pre-cooked. And our hideout with all the spices stays undiscovered. HA!
Chile seems to be different though…we are excited which adventures await us in this country!

 

Fabi´s World: Our friend joins for some weeks and hijacks our blog this time

einsortiert unter: Peru / Bolivien / Chile, am 8. April 2014

Fuer ein paar Wochen haben wir unseren guten Freund Fabian an Bord, und ihm auch gleich einmal den Blog ueberlassen, um einmal die Road2Rio-Welt und seine Erlebnisse aus seinen Augen zu berichten 🙂 :

„Ein Montag, Anfang März 2014. Ein staubiger Flughafen in Lima am anderen Ende der Welt. Ein abgekämpfter Reisender… und zwei freudig erregte Gesichter beim Empfangskomitee, stilecht gekleidet in Fußballtrikots. Für drei Wochen hatte ich die Ehre ein Teil von road2rio zu sein, dem eigenen Traum ein bisschen näher zu kommen, Freiheit zu schnuppern und die sofort eintretende Erkenntnis: Einfach mal machen!

Auch mit Sami das Wiedersehen auf dem Parkplatz des Flughafens: Stolz wie eh und je steht er da, aber auch mit Narben und Riefen gezeichnet von den Strapazen und irgendwie ein bisschen erwachsener geworden. Ein echter Kämpfer, ein Kapitän alter Schule! Und aus den Tiefen seiner Trickkiste: Das erhoffte Empfangsbier… ab hier: Endlich die vermissten Freunde wiedersehen, „Fünfe gerade sein lassen“, jeden Abend Dosenbier trinken, Schach spielen, lesen, unendlich viele Geschichten austauschen und das andere Ende der Welt entdecken, was kann es Besseres geben?

Richtig: Surfen! Das stand auf jeden Fall auch auf dem Programm. Dieses Programm führte uns ganz grob von Lima nach La Paz. Dazwischen: Klar, die Inka-Stadt Machu Picchu, ein sogenanntes „Muss“ (ein nicht vorhandenes Wort im road2rio-Jargon), die geheimnisvollen Nazca-Linien; überhaupt die Errungen- und Hinterlassenschaften der damaligen mächtigen, aber durch die Spanier auch mächtig unterworfenen Indianervölker, weiterhin spürbar in der teilweise bitteren Armut der indigenen Bevölkerung; der naturgewaltige Canon del Colca, die tiefste Schlucht Amerikas, tiefer als der Grand Canyon; der Titicacasee, Hort indianischer Legenden und wunderschön gelegener, tiefblauer Hochgebirgssee.

Nun, also erst einmal Surfen. Zufällig ist der Süden Limas wie geschaffen dafür und bietet wunderschöne Wellen für jeden Geschmack. Wie hart der Wiedereinstieg nach einem vollen Jahr Büroarbeit und Sportabstinenz ist, brauche ich keinem zu erzählen. Umso besser die beiden Jungs zu sehen und um wieviele Tausend Prozent sie sich verbessern konnten. Die meisten Locals wichen in Ehrfurcht zurück, wenn die beiden Surfistas Alemanos im Wasser waren und ihre inzwischen aggressiv in die Welle geschnittenen Cut-backs und erste gestandene One-Eighties zeigten. Und da in jedem funktionierenden Team der eine den anderen am Ende immer mitzieht auch genug Inspiration für mich, um am Ende doch auch wieder die ein oder andere Welle vollständig abreiten zu können und so zufrieden ins peruanisch-bolivianische Hochland fahren zu können.

Das Hochland: Den größeren Teil der drei Wochen verbrachten wir vollständig auf nicht weniger als 3.800 Metern. Faszinierend, aber auch sau-anstrengend. So anstrengend, dass die Meyer-Besatzung beim ersten gemeinsamen Campen in Cusco krank wurde. Was?! Ja, krank! Beim Campen! Waren alle Geschichten, alle Bilder, einfach alles etwa fake?!? Nein, bei weitem nicht wie sich herausstellen sollte. Es ergab sich vielmehr genau die Situation, die road2rio ausmacht, ganz automatisch wie bei jedem herausragenden Team. Zwei Mitglieder werden kurzzeitig schwach. Das dritte Mitglied, wenn auch nur Teilzeit, muss Stärke zeigen, Verantwortung und Aufgaben übernehmen, den Ball, die Reise weiter vorantreiben. So geschah es in Cusco. Und so geschah es auch im letzten Teil der Reise in Bolivien als diesmal ich, verfolgt von Montezumas Rache, für einen Tag außer Gefecht gesetzt wurde und Richard und Clemens für das inzwischen auf vier Köpfe angewachsene Team (Wing Fai war für einen kurzen Abstecher aus Belgien angereist, doch dazu im nächsten Blog-Eintrag mehr) in die Vollen stiegen und uns mit vereinten Kräften raushauten. In Cusco, in Bolivien und bei unzähligen kleineren und größeren Gelegenheiten auf der Reise.

Wenn unsere Nationalmannschaft auf dem Weg zu ihrem und zu road2rios ultimativen Ziel als Team auch nur ansatzweise genau so gut funktionieren, wenn auch jeder Neuankömmling sofort so integriert wird und den Spirit aufsaugt, dann gibt es absolut keine Bedenken mehr, dann kann es, nein, dann muss es einfach klappen! Ich hoffe, dass auch unsere Nationalspieler mit jedem Gen und mit jeder noch so kleinen Haarspitze genauso auf die WM fokussiert sind wie Richard und Clemens. Jeder zweite Gedanke, jeder dritte Organisationsschritt der Beiden gilt der WM und dabei strahlen sie grenzenlosen Optimismus aus. Haben sie sich dabei verändert? Nein und das ist auch gut so, aber sie werden die Welt mit noch viel anderen Augen sehen, wenn sie wieder daheim sind.

Männer, ich bin stolz darauf, für kurze Zeit ein Teil gewesen zu sein, vielen Dank für die Eindrücke! Weiterhin Gute Fahrt und bringt mir den Pokal mit nach Hause!!!!

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english version:

For few weeks we have our very good friend Fabian on board, and we hand over the blog to him to share the Road2Rio world and his adventures from his eyes :-):

„Monday, beginning of March 2014. A dusty airport on the other side of the world. A weary traveller…and two happy faces as a welcoming committee, dressed in proper style with football shirts. For three weeks I have the honor to be part of Road2Rio, to get the dream a bit closer, taste freedom and liberty. The immediate perception: Just do it!

Also the reunion with Sami on the airport´s parking area: Proud as ever he stands there, but also with battle scars and dings, with marks of the stresses and strains, but also more grown up somehow. A real fighter, a captain of the old school! And out the deep of his bag of tricks: the awaited welcome beer…so from now on: see the missed friends again, hang out, drink canned beer every day, play chess, read, gossip and discover the other side of the world – what can be better?

Exactly: Surfing! This definitely was on the agenda as well. And our agenda led us basically from Lima to La Paz. In between: sure, the inca-town Machu Picchu, a so-called „must“ (a non-existent expression in the Road2Rio jargon), the mysterious Inca Lines; in general the achievements and relicts of these (back then) powerful, but also pretty heavily colonialized Spaniards, which is still noticeable through the partly bitter poverty of the indigenous population; the impressive Canon del Colca, the deepest canyon of the American continent, deeper than the Grand Canyon; the Lake Titicaca, this amazing and wonderful, deep-blue sea and place of so many indian legends.

Well, surfing comes first. By chance Lima´s south is like designed for it and provides waves for every taste. I don´t have to tell how hard a comeback is after a full year of office work and sportive abstinence. Even better to see the two guys and how many thousand percent they improved during their trip. The locals backed off in reverence when „los dos surfistas alemanos“ paddled out and showed their aggressive cutbacks and stomped one-eighty aerials. And because, in a functioning team, everybody pushes the other one and brings him beyond his limits there was enough inspiration for me to finally catch and fully ride some waves down. Happy and satisfied with myself we started into the peruvian-bolivian highlands.

The highlands: We spent most of these three weeks completely higher than „relaxed“ 3800 meters. Fascinating though, but also exhausting like hell.So heavy, that the Meyer-crew got ill at the first joint camping in Cusco. What?! Yes, ill! While camping! have all stories and all pictures so far just been fake? No, not at all as it turned out. It rather happened exactly that situation that represent Road2Rio, automatically, like in every extraordinary team. Two members are temporarily weak. The third team member, also when just part-time, has to show strength, responsibility and has to shoulder more tasks, has to take the ball, has to push. So it happened in Cusco. And so it happened in the last part of my journey, when I, haunted by Montezumas revenche, have been taken out and Richard and Clemens (plus Wing Fai, because for some days the team increased on four members, but later more to that) gave everyhting and pulled us out with joint power. In Cusco, in Bolivia and in uncountable small situations along the way.

Wenn our national team, on the way to its and Road2Rio´s ultimative goal, works only half that good, when every new member is integrated immediately and is feeded with the spirit, then there are no concerns at all, than it can – no it MUST work out with the title! I hope that our players are as focussed on the world cup as Richard and Clemens, with every gene and every body cell. Every second thought, every third organisational step of these two guys aim on the world cup and they show boundless optimism. Did they changed on their journey? No, and this is good, but they will see the world with completely different eyes when the will be back.

Guys, I am proud having been part for a short while, thank you so much for all the impressions! Drive safe to Brazil and bring me the trophy home!!! „

Hello Chile!!!

einsortiert unter: Peru / Bolivien / Chile, am 4. April 2014

Hallo Chile! Es hat zwei Tage gedauert, um die Wueste von Bolivien zu durchqueren, wir haben die wohl einsamste Grenze der Welt passiert (sogar den Schlagbaum mussten wir selbst hochschieben), und wir wurden in Chile empfangen von: Sand, noch mehr Sand und staubigem…Sand. Die einsamen Stunden mitten im Nichts waren wunderschoen, und auch Sami kam offroadmaessig voll auf seine Kosten :-). Jetzt sind wir schon in Chile, das vorletzte Land vor BRASILIEN und der WM! Verrueckt!

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english version:

Hello Chile! It took us two days to cross the desert from Bolivia, we managed the loneliest border in the world (we even had to lift the barrier by ourselves), and we got welcomed by: Dust, dust and dusty…dust. But the lonely hours in the nothing have been amazing, and also Sami felt good in the offroad parts of the track :-). Now we´re already in CHILE, only one more country to BRAZIL and the CUP! YEAH!


Road2Rio und das Erdbeben / Road2Rio and the earthquake

einsortiert unter: Peru / Bolivien / Chile, am

Road2Rio uebersteht auch die zweite Nacht mit Erdbeben und Tsunamiwarnung in Nordchile. Wir campten direkt am Strand, als mitten in der Nacht eine Sirene ertoente und eine Stimme etwas von „Tsunami“ und „Evacuar“ rief. Also fluechten wir hals ueber Kopf mit Sami auf den naechsten Sandberg, zum Glueck kommen wir mit Allrad richtig weit hoch :-). Die Welle kam aber nicht, auch nicht in der zweiten Nacht, als der Alarm um 12 Uhr nachts wieder kam. Aber die Menschen hier sind auch schon verunsichert genug…

Hier ein Video mit Eindruecken aus der zweiten Nacht: http://youtu.be/9bMlc0d4BGU

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English version:

Road2Rio survives also the 2nd tsunami/earthquake night in Northern Chile! We camped directly at the beach, when in the middle of the night an alarm appeared and a mechanic voice yelled something about „tsunami“ and „evacuar“. So we fleed upon the next sandy hill, luckily we get quite high with our offroad-Sami :-). We evacuated two French campers…but the wave didn´t come though. But people here are scared enough!

Here is an impression of the tsunami alert which made us run…

http://youtu.be/9bMlc0d4BGU

Richard hat eine Vision / Richard has a vision

einsortiert unter: Peru / Bolivien / Chile, am 25. März 2014

Ich liege vor meinem heimischem Flat-TV und sehe mir die Wiederholung des WM-Finales 2014 an. Vielleicht ist ja unsere Road2Rio-Flagge im Fernsehen zu sehen gewesen!? Ich bin gespannt, denn natuerlich kenne ich das Ergebnis, jedoch die Fernsehbilder noch nicht, da ich damals ja live im Stadion war. Es kommen Erinnerungen hoch, ich weiss noch jede Szene, kann fast jeden Spielzug auswendig wiedergeben.
In meiner Wohnung hat es kuschelige 22 Grad, obwohl draussen der eiskalte Regen an das Fenster prasselt. 25 Grad waeren auch kein Problem, dafuer muesste ich nur ein paarmal den Knopf am Thermostat druecken, aber ich muesste aufstehen und wir wollen ja Energie sparen. Ich liege auf meinem Doppelbett, dass ich nicht extra erst auf einer matschigen Wiese aufbauen muss und in welches ich keine Leiter fuehrt. Kein fieser Wind weht gegen die Zeltwand. Ach, wie bequem…

Es klingelt – das muss der Lieferservice sein. Ich habe zwar noch ein paar Reste vom letzten Einkauf uebrig (etwas Serranoschinken, Bueffelmozarella, eine glutenfreie Lasagne, Bio-Haehnchen, echten Knoedelteig und ein paar Kleinigkeiten, das Uebliche halt), aber heute bin ich gemuetlich. Ich habe (wie immer) beim Edel-Inder bestellt, ich muss ja zum Glueck nicht mehr sparen. Da ich online per Kreditkarte bezahlt hab, muss ich nicht mal Geld suchen.
Ich waerme das Tikka Masala nochmal kurz im Ofen auf, ich muss mir ja keine Sorgen um den Gasvorrat machen. Ausserdem gibt es keinen nervigen Wind, der meine Flamme ausweht. Soll ich nachwuerzen? Bei mir stapeln sich die Schuhbeck´s Gewuerze aus aller Welt, die muessen langsam mal aufgebraucht werden.

Auf dem Rueckweg zum TV komme ich an meiner vollautomatischen SAECO Kaffeemaschine vorbei. Vielleicht einen Espresso als Digestif? Es ist zwar schon spaet, aber ich muesste einfach nur zwei Knoepfe druecken. Es waere so einfach. Kein Kocher aufbauen, kein Pulver suchen, keine French Press reinigen (davor und danach), kein Wasser kochen… Zwei kleine Knoepfe. Na mal sehen, ein Glaeschen Ardbeck (Single Malt Whiskey) wird es aber auf jeden Fall, den hab ich noch aus dem Duty-Free Shop in Rio de Janeiro, das passt doch zum Abend.

Das Spiel geht in die Endphase. Wieso fiebert man eigentlich bei Wiederholungen immernoch mit, auch wenn man alles schon kennt? Danach koennte ich eigentlich noch ein Filmchen auf Sky schauen, oder vielleicht kommt ja etwas ueber Alaska auf Discovery Channel? Und alles auf deutsch, und nicht auf spanisch oder mit chinesischem Untertitel. Verrueckt.
Oh nein! Ich wollte doch noch Waesche waschen, verdammt. Wieder auf Pause gedrueckt und den Waeschekorb ins Bad geschleppt. Ach halt, das ist ja gar kein Aufwand mehr. Rein in die Trommel, und der Waschtrockner macht alles sogar schon schrankfertig. Da war ja der Kaffee fast aufwaendiger…
Ich muss schmunzeln, als mein Blick auf die Dusche faellt. Ich koennte zwei Stunden am Stueck kochend heiss duschen, achwas, tagelang! Der Durchlauferhitzer machts moeglich! Oder gar ein Bad? Mein letzte richtiges Vollbad in einer Wanne gab es vor 17 Monaten.

Ich bin wohl noch nicht wieder komplett daheim angekommen, aber vielleicht ist das auch gut so. Ich moechte den Alltags-Luxus noch so lange wie moeglich zu schaetzen wissen, es ist unfassbar, wie einfach alles ist.
Doch bin ich deswegen gluecklicher als auf der Reise?

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english version:
I am lying in front of my Flat-TV at home and watch a replay of the world cup final 2014. Maybe our Road2Rio banner is shown on TV!? I am excited because I surely know the result but not the TV pictures, as I followed the match live in the stadium. Memories come back, I still can recall every scene, I could replay every pass and shot by heart.
There are nice 22 degrees in my appartement, though the icecold rain hits the window from outside. 25 degrees wouldn´t be a problem either, I just have to press one button several times at the controller of my heating.But to do this I had to get up, and we want to save energy, right?
I am lying on my double bed, which I don´t have to set up first on a muddy lawn, and there is no ladder I have to climp up no nasty wind which blows at the tent. Oh, how easy and cozy…

The doorbell is ringing – this must be the home delivery. I still have some food left (some spanish serrano bacon, italian buffalo mozarella, a gluten-free lasagne, organic chicken, bavarian dumblings and some small stuff, just daily food basically), but today I am chilled.
As always I ordered at the expensive indian restaurant, because I don´t have to save money anymore. As I paid online with credit card I don´t even have to look for money.
I reheat the Tikka Masala quickly in my oven, I don´t have to care about where to find the next propane gas. There is no f****** wind which blows out the stove´s flame all the time. Shall I add some spices? I have piles of the best „Schuhbeck´s“ spices from all over the world, I should use some from time to time.

On the way back to my TV I pass the full-automatic SAECO coffee machine. Maybe a real  espresso as a digestif? It is late though, but I just had to push two buttons. It would be so easy. No setting-up a stove, no searching for the coffee powder, no cleaning of the french press (before and after), no need to boil water…two little buttons.
Well, let´s see, but I am gonna have a glas of my Ardbeck for sure (my excellent single mat whiskey), I still have some leftover from the duty free at the Rio de Janeiro airport.

The match comes to the final phase. Why are you so excited about replays, even when you know already what´s gonna happen? After that I could watch a nice movie on Pay-TV, or maybe there is something about Alaska on Discovery Channel? And everything in german, without spanic or chinese subtitles. Crazy.
Oh no! Damn, I wanted to do some laundry. I press the pause-button and carry the clothes to my bathroom. Oh wait, there is no effort anymore. All in the machine, and the wash-and-dry-combination makes it even dry so I can put it right back into the closet, all with one button. Ha, in the end making the coffee would be more effort…

I have to smile when I see the shower. I could have a hot shower two hours in a row, hell, days in a row! Or maybe a full bath? My last bath in a real tub is 17 months ago.

Well, I might not be arrived completely at home, but maybe that´s a good thing. I´d like to appreciate the everyday-luxury as long as possible, it is incredible how easy everything is.
But am I happier now than on the journey?

Peru! Surf, Lima, „La U“, the Andes and more!

einsortiert unter: Peru / Bolivien / Chile, am 12. März 2014

Der Kontrast nach der equadorianischen Grenze war ueberraschend intensiv. Bye Bye Regenwald, hello pazifische Kuestenwueste – und zwar innerhalb von wenigen Kilometern. Es tauchen mehr Muellhalden am Strassenrand auf. Die Doerfer und Staedte in der nordwestlichen Region sind ziemlich trist und eintoenig, doch die Menschen ueberraschen uns erneut mit ihrer Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Sowohl die kulturellen Schaetze, als auch die Lanschaft zieht uns immer mehr in ihren Bann, denn eine Wueste haben wir zuletzt in den USA gesehen. Doch wenn die unglaublichen Wellen an den grossteils verlassenen Weltklasse-Surfspots nicht gewesen waeren, haetten wir diesen Teil Perus sicherlich etwas schneller hinter uns gelassen. So aber verbringen wir unvergessliche Stunden auf und abseits des Wassers, in verlassenen Buchten und an windgepeitschten Straenden.

Die ersten Expeditionen in die Anden bringen uns ueber abenteuerliche Paesse in unbekannte und wilde Berglandschaften. Alles ist sehr traditionell und wie im Bilderbuch: Die Frauen tragen abwechselnd Feruerholz oder Babies auf dem Ruecken, man lebt natuerlich von Landwirtschaft und Viehzucht. Auf dem Weg treffen wir in Cajamarca zufaellig auf Orlando, einen alten Reisebekannten aus Ecuador. Wir nehmen ihn fuer einige Zeit auf dem Ruecksitz mit, und sehr schnell bildet sich eine tiefe Freundschaft. Es wurde gefeiert und Wagenladungen an Bier getrunken, Sterne geschaut, philosophiert und Gedanken nachgehangen, WM-Traeume getraeumt und Plaene fuer die Weiterreise geschmiedet.

Nachdem kleinere technische Probleme bei Sami geloest sind kommen wir in Lima an, und der Verkehr ist die Hoelle – sogar fuer uns. Orlando muss uns leider verlassen, doch Fabi stoesst fuer drei Wochen aus der Heimat zu uns! Yeah!!
Nach laengerer Abstinenz von der „Zivilisation“ wird in Lima auch mal wieder richtig gefeiert, und Richard versaut sich seinen Ruf in der peruanischen Hostelszene :-). Wir besuchen ein Fussballspiel im Estadio National, sensationell! Die Fans rasten 90 Minuten am Stueck aus, das macht Vorfreude auf Brasilien!
Die Zeit vergeht nun immer schneller. Wir spueren, dass die Reise Richtung Endspurt gleitet, und wir nehmen irgendwie alles noch intensiver wahr. Der Puls steigt, die Gefuehlsausschlaege erreichen neue seismographische Hoehepunkte. Die Gedanken schweifen immer wieder in die Vergangenheit, das Hier und Jetzt und die Zukunft: Reisesituationen werden vor dem Einschlafen erneut durchlebt, die Impressionen des Tages Revue passiert, und all dies sind eine willkommene Ablenkung zu den immer wiederkehrenden WM-Pokaltraeumen. Zum Einschlafen tragen unsere Finaltickets definitiv nicht bei: Die Gedanken an Brasilien, an Rio, an die Gruppen, an das Finale und das Maracana-Stadium lassen sich einfach nicht verdraengen :-).

Auch Richtung Rueckkehr nach Deutschland driften die Gedanken nun immer oefter- Was wird uns in der Heimat erwarten? Sind wir noch dieselben, die vor 10 Monaten einst Deutschland verlassen haben? Wahrscheinlich nicht…aber spielt das alles ueberhaupt eine Rolle? Unsere Selbstreflexionen sind ein wichtiger Teil der Reise geworden.
Schlaf ist selten in diesen Tagen, die Naechte werden immer kuerzer. Die Spannungsbogen steigt unaufhaltsam an, je naeher der WM-Anstoss rueckt. …

Noch 92 Tage bis zum Anpfiff.

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english version:

The contrast right after the border to Ecuador is intense. Bye-bye Dschungel, hello pacific coastal desert – and that within few kilometers. There are more trash along the roads, the villages and towns in this northwestern area of Peru are quite dreary. But again the people surprise us with incredible hospitality and helpfulness. Both cultural treasures and the landscape fascinate us more and more, because the last desert we have seen was in the United States! But if there weren´t these incredible waves at these mainly empty worldclass surf spots we would havve passed this part of Peru more quickly – but so we spend unforgetable hours in and next to the ocean, in abandonened bays and at windswept beaches.

The first expeditions into the Andes bring us via adventurous mountain passes to unknown and wild mountain areas. Everything is very traditional and feels like taken from a picture book: the women carry either bundles of firewood or babies on their backs, people live from agriculture and cattle. On the way we accidentally meet Orlando in Cajamarca, and old travel firend vom Ecuador. We give him a ride and very soon we develop a deep friendship. We celebrated, drank tank waggons of beer, stargazed and philosophized, got lost in thoughts, dreamed world cup dreams and planned the upcoming parts of the journey.
After minor technical problems with Sami (broken sealings in a boss) we arrive at Lima, and traffic is hell – even for us. Orlando sadly has to leave, but Fabian from Germany arrives for three weeks – yeah!!

After longer abstinence from „civilization“ we finally party again in Lima, and Richard ruins his reputation in Lima´s hostel scene :-). We visit a football match in the Estadio National, sensational! The fans freak out 90 minutes in a row, this makes appetite for Brazil!
Time goes by very quickly right now. We feel that our journey gets to its peak, and we notice everything even more intensively. The puls quickens, and our feelings reach seismographic amplitudes. Our thoughts extravagate to the past again and again, the present and the future: adventures of the journey are lived through again before sleep, impression of the day are recaptured, and all this is a welcome distraction from our world cup dreams :-).

Our tickets for the world cup final definitely don´t help us to fall asleep: the thoughts of Brazil, Rio, of the groups, the final and the Maracana stadium just cannot be pushed away that easily :-).

Our thoughts drift more and more to our return back to Germany – what will expect us at home? Are we still the same who left 10 months ago? Probably not…but does that really matter? Our self-reflections became an important part of the journey.
Sleep is rare these days, the nights get shorter. The arc of suspense acends and ascends, the closer the kick-off of the world cup get…

92 days to the kick-off.

 

Hello Peru!

einsortiert unter: Peru / Bolivien / Chile, am 17. Februar 2014

Hallo Peru!! Die Anden, Bergpaesse, indigene Voelker mit lustigen Hueten? Nun ja, bis jetzt durchfahren wir nichts als Wueste und Oelfelder, und irgendwie fuehlen wir uns etwas wie im Nahen Osten…
Ein nicht so herzliches Willkommen gab es in Chiclayo: Jemand versuchte, Sami aufzubrechen, mittags um 1 auf der Hauptstrasse, waehrend wir in einem comedor nur 10m entfernt sassen!! Zum Glueck waren wir schnell genug, aber jetzt ist unser Tuerschloss kaputt – muchas gracias!
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english version:

Hello Peru!! The Andes, mountain passes, indigenous tribes with funny hats? Well, we are passing nothing but desert and oil fields so far and feel a bit like in the Middle East…
Not so warm welcome in Chiclayo: they tried to break into Sami, on the main street at 1pm while we´ve been sitting in a comedor just 10m away!! Luckily we´ve been quick enough, but now our door lock is broken – muchas gracias!