Sponsoren und Supporter









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Road2Rio Vortrag am 15.11. in Stuttgart-Zuffenhausen

einsortiert unter: DIE WELTMEISTERSCHAFT, am 9. Oktober 2014

Liebe Freunde und Weltmeister,

Wir halten am 15.11. (Beginn: 19:30) in Stuttgart-Zuffenhausen einen kleinen Vortrag mit vielen Bildern, lustigen Anekdoten und Videos von unserer grossen Reise und der Weltmeisterschaft. Hierzu moechten wir euch alle herzlich dazu einladen!!

Wir freuen uns ueber jeden Gast, der Eintritt ist frei, fuer reichlich Getraenke wird natuerlich auch gesorgt sein!

Falls ihr Interesse haben solltet, schreibt uns doch bitte ueber unser Kontaktformular eine kurze Email zu eurer Teilnahme, damit wir die Gaeste koordinieren koennen. Wir freuen uns auf euch!

Hier der Link zur Anmeldung:
http://www.road2rio.com/index.php?seite=kontakt&thema=vortrag

Der Vortrag wird im Naturheilverein Zuffenhausen stattfinden (Hirschsprungallee 12, 70435 Stuttgart). Bis dann 🙂

Mission completed.

einsortiert unter: DIE WELTMEISTERSCHAFT, am 3. August 2014

Seit genau zwei Wochen sind wir wieder in heimischen Gefilden, auch wenn wir im Kopf ueberhaupt noch nicht angekommen sind. Wie (und warum) sollte man auch, nach allem, was sich in dieser magischen Nacht in Rio de Janeiro ereignet hat:

Wir werden jetzt keine Abhandlung des Finalspieles schreiben, denn jeder hat das Spiel gesehen, die Bilder aufgesaugt, jeder von uns hat seine eigene Weltmeister-Geschichte geschrieben. Es war jedenfalls mit sehr grossem Abstand das intensivste, nervenaufreibendste und anstrengendste Spiel, das wir jemals in einem Stadion gesehen haben und vermutlich sehen werden. Wir wurden bereits um 6 Uhr morgens von Argentiniern auf der Strasse geweckt, aber schlafen konnten wir sowieso nicht. Allein der Weg ins Stadion, in das legendaere Maracana, war eine Mischung aus Gaensehaut und Nervositaet. Es war heiss, Menschenmengen, Polizei, ueber allem thront die Christusstatue… aber doch freundschaftliche Stimmung – Finaltag der Weltmeisterschaft! Der Tag, von dem wir jahrelang getraeumt haben, quasi taeglich waehrend der Reise . Wir sind tatsaechlich hier, es passiert alles wirklich. Es ist alles so irreal.

Wir versuchten uns einzureden, doch froh zu sein, allein schon im Stadion dabei sein zu duerfen. Dass es mit den Tickets geklappt hat. Ein WM-Finale geniessen zu duerfen, mal ganz unabhaengig vom Ausgang. Es ging nicht. Ein Verlieren ist undenkbar, es darf nicht sein! In jeder Sekunde, die wir in Zukunft rueckblickend an die Reise gedacht haetten, waere immer dieser Schmerz der Niederlage da gewesen. Eine rote Linie, die sich in alle Erinnerungen schleicht, ein fader Beigeschmack, ein grauer Vorhang ueber den Erinnerungsfotos, den man auch mit dem besten Bearbeitungsprogramm nicht retouchieren kann.
Doch zum Glueck, zum Glueck sollte die Geschichte an diesem Tag anders verlaufen.

Von unseren Plaetzen aus konnten wir die Haupttribuene sehen, und man traeumt, wie dort drueben, auf diesen leeren blauen Stufen, unsere Mannschaft moeglicherweise den groessten Triumph feiern koennte. Heute! Wie Philipp Lahm vor der Mannschaft den Pokal in die Hoehe reissen wuerde, Feuerwerk und Konfetti im Hintergrund. Hier und heute koennte es wahr werden. Irgendwie ging es uns auch um mehr: Wir wollten natuerlich, dass unser Traum wahr wird. Es ging auch ein wenig um den Beweis, dass man das Schicksal beeinflussen kann, dass alles moeglich ist! Dass allein aus einem Traum und festem Glauben (und vor 3 Jahren hatten wir nur das) etwas Grosses entstehen kann, was wenige fuer moeglich gehalten hatten.
Und es wurde wahr. All diese furchtbare Anspannung der letzten Wochen und Monaten entlud sich in der 113. Spielminute, und natuerlich nach Abpfiff. Wir koennen dieses Gefuehl nicht beschreiben. Bierbecher flogen, der deutsche Block ein einziger Knaeuel, mitten drin wir, in den Armen, weinend wie Schlosshunde, mit dem Wissen, dass es wirklich gerade eben wahr geworden ist. Unfassbar.

Es folgte eine magische Nacht an der Copacabana und in Lapa, alle deutschen Fans feiern ausgelassen, koennen kaum glauben, dass man gerade tatsaechlich den WM-Sieg bejubelt. Hunderte Menschen liegen sich in den Armen und schunkeln gemeinsam, „So ein Taaag…“ … das haben Brasilianer und Argentnier noch nicht gesehen. Und wir auch nicht.
All diese Gedanken haengen immernoch nach. Gerade eben waren wir noch in Botafogo essen, das letzte Abendmahl, heute schon sind wir in Stuttgart und Muenchen.

Die „Resozialisierung“ verlaeuft bei uns ziemlich unterschiedlich. Wir schmeissen eine kleine WM-Feier im Gruenen, Clemens bezieht mit seiner Freundin erstmals eine gemeinsame Wohnung. Der direkte Umbruch hilft sicherlich, um auf andere Gedanken zu kommen. Richard versteckt sich bis jetzt in seiner alten Wohnung in Muenchen, geniesst die Zeit alleine und trifft sich nach und nach mit den ersten Freunden. Am ersten August ging es fuer Richard erstmals wieder ins Office… wir sind gespannt, ob er sich nach 15 Monaten Flipflops ueberhaupt wieder in die engen Business-Schuhe zwaengen kann. Das ist im Grunde auch eine gute Metapher fuer das, was uns die kommenden Monate bevorsteht.

Und es ist wirklich so, wie andere Langzeitreisende es beschreiben – man staunt schon, wenn man nach 15 Monaten Nord- Mittel – und Suedamerika wieder zuhause ist. Wir leben im Paradies, und keiner scheint es zu wissen. Wir fuehlen uns leicht entrueckt, melancholisch, aber auch zugleich zutiefst gluecklich und zufrieden. Wir haben es geschafft. Es ist alles genau so gekommen, wie wir es wollten. Wir wissen noch alle Stationen unserer Reise ziemlich genau. Und nach allem, was passiert ist, faellt es uns schwer, an Zufaelle zu glauben.

Ein „Alter Mann“ kam uebrigens noch einmal vorbei, nach langer Zeit. Unser Rueckflug hatte einen Stopover in Recife, beide Flugsegmente jedoch mit unterschiedlichen Airlines. Fuer uns war es logisch, dass wir unser Gepaeck abholen und neu aufgeben muessen. Am Gepaeckband kam ein aelterer Mann zu uns, mit dem wir vorher einige wenige Worte gewechselt hatten. Aus dem Nichts fragt er uns nach unserer Buchung und erklaert, dass unser Gepaeck durchgereicht wird. Er bittet um unsere Gepaeckaufkleber, prueft, und nickt. Dann muss er weg, hat irgendwo irgendetwas „in der Stadt“ zu erledigen. Wir blicken uns an, schon gar nicht mehr erstaunt. Anstatt stundenlang am Gepaeckband zu warten und die Leute am „Lost and Found“-Schalter zu terrorisieren, spielen wir noch entspannt Tischkicker in der „Fanzone“ gegen Brasilianer. Beim Stand von 7:0 stoehnten sie kurz auf. Erinnerungen kommen hoch.
Warum wir beim Flug nach Frankfurt dann auch noch automatisch upgegradet wurden, wissen wir auch nicht. Wenn es laeuft, dann laeuft´s eben.

Noch fuehlen wir uns immer als Fremdkoerper, als wuerden wir die Heimat von einer anderen aus Ebene betrachten. Tatsaechlich faellt es noch schwer, Papier in die Kloschuessel zu werfen. Wir muessen schmunzeln, wenn sich jemand beschwert, weil der Nachbar Rasen maeht – in vielen Gegenden auf unserer Reise waere dass eines der friedlichsten Geraeusche gewesen, die wir uns vorstellen konnten. Schliesslich muss auch erst einmal Rasen da sein, den man maehen kann.
Mal sehen, ob wir uns demnaechst wieder voellig eingegliedert haben, oder ob Road2Rio langfristig seine Spuren hinterlassen hat. Hoffentlich.

Die Soziologen sagen, dass es unmoeglich ist, ausserhalb des eigenen kleinen Universums zu denken, zumindest die Systemtheoretiker. Dass hiesse, dass alle Eindruecke und Erfahrungen der Reise irgendwann fuer das Erfassen unserer Umwelt in Deutschland keine Rolle mehr spielen wuerden. Aber haetten wir immer auf die Leute gehoert, die sagten, was alles unmoeglich sei und was nicht funktioniert – wir waeren nie losgefahren. Fakt ist: Alles ist moeglich. Immer. Wir werden das Erlebte niemals vergessen, wir hatten die beste Zeit unseres bisherigen Lebens. Wir sind sehr dankbar fuer alles, was wir erleben durften, auch wenn wir nicht sicher sind, bei wem genau wir uns bedanken muessen, wer da die Strippen im Hintergrund gezogen hat.

Auf jeden Fall bedanken wir uns hier nochmals an alle Unterstuetzer, Spender, „Mutzusprecher“ und „offenen Ohren“, als wir so unsere Problemchen hatten. DANKESCHOEN!!

Die grosse Frage ist nun: Was jetzt?  Wir wissen es auch nicht. Wir geniessen zur Zeit den Luxus des normalen Lebens, die Kleinigkeiten und Annehmlichkeiten. Wir werden nach einer Weile vermutlich wieder das ganz normale Leben fuehren. Was das Herz fuer eine Meinung zu dem Ganzen haben wird, wird sich zeigen. Vor allem, wenn man morgens, auf dem Weg ins Buero, im serioesen Anzug an Sami vorbei watschelt, Pinguin-Style. Der dasteht, mit seinen grossen Augen, und einem zuzuwinkern scheint: „Lust auf einen Trip?“. Recht hat er ja. Ein paar Klamotten rein, ein paar Anrufe, den Reisepass holen, die Kuehltruhe anstellen… und schon koennte es losgehen. Der Rest ergibt sich unterwegs. Es ist tatsaechlich so einfach. Tja, schaun mer mal…Muenchen – Hongkong klingt doch nach einem Abenteuer, oder? 😉

Liebe Freunde von Road2Rio, vielen vielen Dank, dass ihr uns die letzten 14 Monate gefolgt seid! Es tat gut zu wissen, dass unser Trip so viele Menschen interessiert, vor allem wenn man sich irgendwo am Arsch der Welt rumtreibt und sich etwas verloren fuehlt.

Jetzt bleibt bitte noch etwas bei uns, es folgen noch einige AEUSSERST interessante Medienauftritte im Fernsehen von uns – stay tuned! 🙂

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English version:

We´re home since exactly two weeks now, still our heads and thoughts are somewhere else. Why (and how) could it be different, after all what happened in that special night in Rio de Janeiro:

Well, we won´t write an essay about the final here, everbody has seen the match, absorbed the pictures, every single one of us wrote his own world cup history.
It definitely has been by far the most intense, the most nerve-racking and the most exhausting football match we´ve ever seen and we will probably will see. We have been woken up by Argentinians cheering on the streets at 6am, but we couldn´t sleep anyways. Just the way to the playground, the legendary Maracana Stadium, was a mixture of goose skin and nervousness. It was hot, huge crouds of fans, police, over all throned the Redeemer…but still quite a amicable athmosphere. The day of the world cup final! The day we´ve been dreaming of since years, quasi daily on our trip. We are here, it really happens, right now. It was so unreal.

We tried to tell ourselves that we should be happy just to be able to be live in the stadium. That it all worked out with the tickets. That we are allowed to enjoy a world cup final, independently from the result. We couldn´t. A defeat is unthinkable, it just must not be! In every second we would recap our trip there would always be this pain of defeat. A red line which sneaks into every memories, a bitter aftertaste, a grey curtain on every of our photos which you cannot photoshop even with the best picture editing tools.
But luckily, luckily history should take a different course at that day.

From our seats we could spot the grandstands on the other side, with those empty blue steps in the center where the award ceremony would take place. We saw that, and we daydreamed how our team could celebrate the title over there. How Philipp Lahm, our captain, would raise the trophy in front of team into the night sky of Rio. Today! It could come true here and today.
But for us, it somehow was about more: We wanted this lifelong dream to becomes true. It was also about the proof that you can influence your fate, that everything is possible. That only from a dream and a strong will (and three years ago we didn´t have more than that) something big can result, which few people thought it was possible.

And it came true. All that incredible tension from the past weeks and months exploded in that 113. minute, and at the final whistle, of course. We cannot describe those feelings in these moments. Beer cups were flying, the Germans one big ball of emotions with us in the middle, embracing each other, crying, with the knowledge that it just became true. Inconceivable.
A truly magical night at the Copacabana and in Lapa followed, all Germans celebrated so happily and jolly, as if it was the last day. Nobody could really believe that we´re really celebrating the winnings of the world cup 2014 right now. Hundreds of people lay in each others arms, swaying „So ein Taaag…“ („What a daaaay…“) …both Brazilians and Argnetinians haven´t seen that before. And we didn´t either.

All these thoughts and memories are still present in our heads. The other day we have been dining in Botafogo,the last supper, today we are back home in Stuttgart and Munich.

The „resocialization“ back home takes pretty different courses for us. We give a small world cup party in the park in Stuttgart, Clemens moves into a new appartement with his girlfriend. This strong cut for sure helps to relax the mind. Richard is till hiding in his old beloved appartement in Munich, enjoys the time on his own and meets the first friends after a while.
At first of August Richards headed off to the office, for the first time after 15 months…we are excited if he fits into thight business shoes after fifteen months of wearing flip-flops. This is also a good metaphor fo what is waiting for us in the upcoming months.
And it really feels like other longtime-traveller describe it – you marvel at everyhting when you come home after that long time in North- Central- and South America. We feel kindof displaced, melancholic, but also deeply happy and satisfied. We made it. It all happened how we wanted it to happen. We can remember almost every station of our trip pretty well. And after all what happened it is difficult for us to believe that it all was just simple coincidences.

By the way, an „Old Man“ visited us again, for the last time. Our flight back had a stopover in Recife, both flight segments have been executed with different airlines. For us it was just logical that we had to fetch our luggage and check it in again. While waiting at the baggage claim an elder man approached us with whom we spoke only a few words before. Out of the blue he asks about our bookings and explains that our luggage is checked through. He asks for our receipts, checks and nodds. Then he has to move on, „some business in the city center“, and he vanishes. We look at each other, not even astonished anymore. Instead of waiting at the baggage claim forever and terrorizing the guys at the „lost and found“ counter we play some foosball in the airport´s fan zone against some Brazilians. At the score of 7:0 they moaned a bit. Memories came back.
We don´t know why we got an automatic upgrade on the flight to Frankfurt. When it goes, then it goes.

We still feel like aliens, as if we watch our homes from a different layer above. Indeed it still feels weird to throw toilet paper into the toilet. We have to smile when people complain about the neighbour who dares to mow the lawn on a friday afternoon – in many parts of the world we have been on the trip this would be the most peaceful sound we could aimagine.
Let´s see in we are fully re-integrated .in a while, or if Road2Rio left its permanent traces in our minds. Hopefully.

The sociologists say that it is impossible to think out of your little universe, at least the system theorists do. According to them all the experiences from Road2Rio wouldn´t have an effect on how we see our world back home in Germany, at least not on the long run. But if we would have listened to all that people who claimed that something is impossible – we wouldn´t have even started the trip. In fact, everything is possible. Always.

We will never forget what we experienced, we´ve had the best time of our lifes so far. We are so thankful for everything, though we are not sure who we have to thank. We are not sure who pulled the straps in the background, but someone did, we are pretty sure about that.

Anyways, we thank all the followers, supporters, contributors, „encouragors“ and „open ears“ when we had our little problems. THANK YOU GUYS SO MUCH!!

The big question is: What now? We don´t know either. Currently we´re enjoying the luxury of a regular life, the small things and amenities. After a while we most probably live a very normal life again. Let´s see what our hearts think about that ;-). Especially when Sami is waiting in front of the house door, when you see him on the way to the office, dressed like a penguin, when he seems to wink at you like „Are you up for a ride, old friend?“. And he is right. Grab some clothes, get the passport, switch on the fridge in the car, do some calls…and we could start again. The rest comes on the road. Indeed, it is that simple. Really. Well, let´s see…Munich – HongKong sounds like an adventure, right? 🙂

Dear friends of Road2Rio, thank you for following us during the last 14 months! It felt good that someone cares when you are in the middle of nowhere and feel a bit lost!

Now please stay with us, there are some REALLY interesting upcoming things in German TV with us – stay tuned! 🙂

einsortiert unter: DIE WELTMEISTERSCHAFT, am 13. Juli 2014

Getting ready for THE MATCH! In 1 hour we will head to the stadium…we´re preparing the Road2Rio flag…everything…and meanwhile the ¨Pokal¨will wait for us in the hotel room…see you later old friend…

COME OOOOOOOOOOOOOOOON! Let us write history!!

Grossvater nervt schon wieder / Granpa is annoying again

einsortiert unter: DIE WELTMEISTERSCHAFT, am 10. Juli 2014

„Opa, ich kann nicht raus gehen, es regnet schon wieder!“ – „Pff, Junge, damals, in Rio, 2014, da hat es auch in Stroemen geregnet, als wir Brasilien 7:1 geschlagen haben. Und ich war den ganzen Tag draussen auf dem Fan Fest.“ – „Opa, ich weiss, und das war bestimmt ganz toll, aber…“ – „Setz Dich mal hin, Junge, ich erzaehl Dir mal, wie das damals ueberhaupt alles war.“ – „Neein, bitte, ich kenn die Geschichte doch…“ – „Irgendwo hier muesste doch das Road2Rio Fotoalbum sein, wollen doch mal sehen…“ – „Opa, bitte nicht…“ – „Aaah, da ist es ja, gleich hinter den Zeitungsberichten wars. Also, wir sind damals mit dem Auto hingefahren. Begreifst Du ueberhaupt, was das heisst, Junge?“ – „Ja ich WEISS. Und ja, das war ein ganz tolles Auto, und es hiess Sami, und es hatte nicht den ganzen technischen SchnickSchnack wie die Dinger heute, das hast Du alles schon so oft…“ – „Sssch, jetzt halt mal den Rand und lerne fuers Leben. Hol´ uns mal zwei Bier und dann erzaehl ich Dir alles.“ – „Ich bin erst 12, Opa!“ – „Mmh, na gut. Also, angefangen hat alles in Baltimore…achwas, eigentlich noch viel frueher.“ – „Neeeeeeeeeiiin!“ – „Was hast Du denn? Ah, ich verstehe, Du moechtest gleich die Wiederholung von dem legendaeren Finalspiel sehen, als Dein Opa live im Maracana-Stadion dabei war. Dann schaun wir mal…“ – „Opa, das is so alt, und nichmal in 3D, bitte, darf gehen?“ – „3D?? Wovon zur Hoelle redest Du?? Jetzt pack mal Dein komisches technisches Spielzeug da weg. So. Schau hier, da haben wir in der Wueste gecampt. Hast Du schonmal gecampt? Hast Du ueberhaupt schonmal Holz gehackt? Zeig mal deine Haende her! Mann, weich wie Kaese. Junge, Junge…aber angeln kannst du, oder? Was treibst Du mit Deinen Streuner-Freunden eigentlich den ganzen Tag?“ – „Maaaaaamaaaaa Opa faengt schon wieder mit dieser Reise aaaaaaaan…“

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English version:

„Granpa, I cannot go out, it is raining again!“ – „Pff, boy, back then in Rio, 2014, it was raining cats and dogs when we beat Brazil 7:1. And I was out all day on the Fan Fest!“ – „Granpa, I know, and for sure that was really cool, but…“ – „Sit down, my son, I tell you how that was in that time.“ – „Noo, please, I do know that story…“ – „Mmmh, let me see, the Road2Rio picture book must be somewhere here…“ – „Granpa, please don´t…“ – „Aaah ja, right behind the newspaper articles. Alright. Did you know that we drove all the way to Brazil? Do you understand at all what that means, boy?“ – „Yes i KNOW. And it was a really cool car, and its name was Sami, and it didn´t have all that technical gadgets like the new things today, you told me that so many tim…“ – „Sssch, now shut up and go and grab us two beers and I will tell you the whole story, what do you think?“ – „I am only 12 years old, Granpa!“ – „Mh, alright. Well, it all started in Baltimore…ha, actually way earlier.“ – „Noooooo!“ – „What´s up? Ah, I see, you want to see the replay of that legendary final match, where your Grandfather has been live in the legendary Maracana Stadium. Okay, let´s see…“ – „Opa, this is so old, and not even in 3D, please, can I go?“ – 3D?? What the bloody hell are you talking about? Now pack your stupid technical toy away there. So. Look, here, there we camped in the desert. Did you camp at all yet? Have you at least bever cut firewood yet? Show me your hands! Man, soft as cheese. Oh boy, but you know how to fish, right? What the hell are you doing all day long with your estray friends?“ – „Mooooooom HELP!! Granpa´s starting again with this old story about that triiiiiiiiiiiiip!

Die ersten Schritte an der Copacabana / First steps at the Copacabana

einsortiert unter: DIE WELTMEISTERSCHAFT, am 6. Juli 2014

Wir sind in Rio de Janeiro angekommen. Die ersten Wege in Rio gelaufen…haben unser Team an der Copacabana siegen sehen…haben Brasilien gewinnen sehen…haben Rio ausser Kontrolle erlebt…und alles wurde von oben von der Christusstatue ueberwacht…was fuer ein Gefuehl!

„Jeder Schritt ist der erste in den blauen Dunst, weiss nicht was die Zukunft bringt, weiss nur gestern überdauert uns“

Hier ein paar Eindruecke von der Stimmung nach dem Spiel gegen Frankreich und vor dem Spiel Brasil – Kolumbien:

https://www.youtube.com/watch?v=go48BSzCqQQ&feature=youtu.be

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English version:

We arrived in Rio de Janeiro. Took the first walks in Rio…saw our team win on the Copacabana…saw Brazil win…saw Rio out of control…everything observed from above by the Statue of Christ…what a feeling!!

Some impressions from the atmosphere after the match against France and before Brasil – Colombia:

https://www.youtube.com/watch?v=go48BSzCqQQ&feature=youtu.be

Road2Rio Insights!

einsortiert unter: DIE WELTMEISTERSCHAFT, am 30. Juni 2014

Um es gleich vorweg zu nehmen: Uns geht es nicht gut. Wir haben einen Riesenspass mit Fans aus aller Welt, geniessen die Stimmung mit den Brassis auf den Fan-Festen und auf den Strassen, aber dennoch ist unser Nervenkostuem nur noch eine Farce.

Noch nie war eine Weltmeisterschaft fuer uns so intensiv, nicht einmal zu Hause 2006. Wir wissen nicht genau, ob es daran liegt, dass alle Spiele hier so omnipraesent sind? Oder weil wir bislang jedes deutsche Spiel live im Stadion verfolgt haben, alle restlichen vor den Bildschirmen? Oder daran, dass wir quasi mit allen mittel- und suedamerikanischen Fans mitfiebern, haben wir doch in fast jedem Land Freunde, mit denen vor und nach den Spielen Aufmunterungen, Glueckwuensche und taktische Tipps ausgetauscht werden.
Jedenfalls liegen bei uns schon jetzt die Nerven zeitweise blank. Auch wenn es fuer unsere Jungs bislang sehr gut laeuft. Aber der Weg ist noch so weit, und unsere Angst vor dem Ausscheiden ist so gross. „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“ – Goethe beruhigt nicht. Zu schnell kann ein Spiel kippen, ein 0:0 ungluecklich in eine Niederlage driften. Was waere dann? Wir haben Finalkarten, wenn unser Team das Endpiel erreichen sollte. Ein frueheres Ausscheiden waere der Super-GAU, es waere unfassbar. Schlichtweg undenkbar.
Im brasilianischen TV sehen wir Lothar Matthaeus in einer Talkrunde, es werden Szenen vergangener Finalspiele gezeigt. Wir koennen kaum hinschauen. Die Augen werden feucht, wenn wir daran denken, dass wir dabei waeren, wenn unser Team Geschichte schreiben wuerde. Wir malen uns aus, wie Philipp Lahm den ersehnten Pokal in die Hoehe reissen wuerde, ein Feuerwerk im Hintergrund. Wenn. Falls. Konjunktive. Keiner weiss, was kommen wird. Wie schnell alles vorbei sein kann, haben die vergangenen Spiele gezeigt.

Wir versuchen, unseren ungebrochenen Optimismus aufrecht zu erhalten. Schliesslich haben wir unseren Soll erfuellt, haben es hierher geschafft, und auch bei uns sah es mehr als einmal ziemlich duester aus. Wir denken von Spiel zu Spiel, auch wenn es schwer ist, nicht ueber die Gegner nachzudenken, die im Viertel- und Halbfinale warten werden. An die eigenen Staerken glauben.
Doch es ist so schwer. Wir koennen so wenig beeinflussen. Die Angst vor dem Ausscheiden schlummert im Hintergrund, wie der boese Wolf, der sich im schattigen Unterholz versteckt. Die rotgluehenden Augen der Niederlage sind immer praesent, sie beobachten uns.
Unser Adrenalinspiegel ist permanent erhoeht, wir schlafen und traeumen schlecht. Hinzu kommen bereits die ersten koerperlichen Ausfallerscheinungen (Magenprobleme und vorruebergehender Hautausschlag bei Richard, leichte Erkaeltung bei Clemens). Dabei ist das Turnier ist noch so lang!

Jogi sagte einmal in einem Interview, dass er nach einem grossen Turnier immer voellig entkraeftet, ausgelaugt und leer ist – er wird dieses Mal nicht der Einzige sein.

Morgen geht es ins Stadion gegen Algerien. Bei einem Sieg stehen wir im Viertelfinale. Um mit Bob zu sprechen: Everything´s gonna be alright. Wir werden es schaffen. Der Traum wird wahr werden! Was fuer ein Turnier! Was fuer eine Weltmeisterschaft!! DEUTSCHLAND!!!

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English version:

Let´s anticipate: We are not doing well. We have big big fun with fans from all over the world, we enjoy the atmosphere with the Brasileiros on the fan fests and on the streets, but still our nerves are growing thin.

A world cup has never been that intense to us, not even in 2006 when it took place at home in Germany. We are not sure if it is because all matches are so omnipresent? Or because we followed ecah german match live in the stadiums so far, all other matches on the screens? Or is it because we are so excited with all the central- and southamerican teams since we have friends in almost every participating country, with whom we exchange encouragments, congrats and tactical hints before and after the matches.

Anyways, our nerves are already on edge from time to time. Even when it goes quite well for our team so far. But the journey is still so long, and our fear from bowing out is so big. „What is not allowed cannot be“ – Goethe does not appease us. Too easily a match can be turned, can drift into defeat after a late 0:1. What would be then? We have tickets to the final, if our team reaches it. A defeat before would be the Super-GAU, inconceivable. Just unthinkable.

We spot Lothar Mathaeus in brazilian TV in a talk show, they show scenes from past finals. We can barely look at it. Our eyes get wet when we imagine that we would be there, if our teams makes history. We picture how Philipp Lahm would lift the trophy, fireworks in the back. If. When. Subjunctives. Nobody knows what will be. The previous matches have showed how quickly all can be over.

We try to sustain our unbowed optimism. We „delivered“, after all, and more than once it lookes quite dreary during our long journey. We think from match to match, even when it´s hard not to think about the opponents waiting in the quarter- and semi-finals. We believe in our own strengths.
But it is so tough. We can´t influence anything. The fear of losing is dozing in the background, like the evil wolf which is hiding in the brushwood. The red-glowing eyes of the defeat are always there, watching us.
The adrenalin is pumping constantly,in addition the first disturbed functions (Richard has some stomach problems and skin irritations, Clemens got a cold). And yet this tournament is still lo long!

Jogi once said in an interview that, after a big tournament, he always feels totally exhausted, leached out and empty – he won´t be the only one.

Tomorrow we will be in the Estadio Beira-Rio against Algeria. With a victory we will reach the quarter-final. To talk with Bob: Everything´s gonna be alright. Our dream will come true! What a tournament! What a Cup!! GERMANY!!!

World Cup Insights!

einsortiert unter: DIE WELTMEISTERSCHAFT, am 29. Juni 2014

Es wurde so viel ueber diese Weltmeisterschaft geschrieben, dass selbst wir mit dem Lesen kaum hinterher kamen. Ganz klassisch deutsch erschien uns die Berichterstattung in der fernen Heimat, naemlich hauptsaechlich kritisch („Die Stadien werden nicht fertig“) etc.. Jetzt, nach knapp zwei Wochen Weltmeisterschaft im Gastgeberland moechten wir ein paar Einblicke in das Geschehen vor Ort geben:

„Die Infrastruktur im gesamten Land wird total ueberlastet sein“. Wir fragen uns, wer diese Zeilen  in der deutschen Presse geschrieben hat. Es werden zur Weltmeisterschaft ungefaehr eine dreiviertel Million auslaendische Fans erwartet, das entspricht nicht einmal 0,5 Prozent der Gesamtbevoelkerung Brasiliens (circa 200 Millionen Einwohner). Natuerlich reisen auch bzw. vor allem Brasilianer zu den Spielorten, von einer Ueberlastung der internationalen Flughaefen oder Ueberlandbusse kann aber keine Rede sein. Nach nun 3 Busfahrten und 3 Fluegen vor Ort muessen wir sagen, dass reisen in Brasilien waehrend der WM entspannter ist als in Europa. Der Check-In und Sicherheitscheck geht so schnell wie nie, es gibt haufenweise wartende Taxis.

„Die Stadien werden nicht rechtzeitig zum Anpfiff fertig“. An dieser Befuerchtung war und ist etwas dran. Zwar sind die Stadien natuerlich letztlich fertig geworden, aber fertig ist ein dehnbarer Begriff. Denn so gut unsere Transfers zwischen den Spielorten funktionieren, etwas anders sieht das am Spieltag rund um die Stadien aus: Da es bspw. in Fortaleza keine Metroanbindung an das Castelao, das Stadion, gibt, bleiben den Fans nur die oeffentlichen Busse sowie Taxis, um zur Spielstaette zu gelangen. (Randnotiz: Diese Bahn, die den Brasilianern zur WM versprochen wurde, fuehrt zwar in Richtung Stadion, hoert allerdings 2 Stationen vorher auf – dieses Projekt wurde tatsaechlich nicht rechtzeitig fertig). Und da wird es auf den Strassen schonmal schnell voll. Natuerlich ist das dann ein ziemliches Chaos, aber letztlich kam doch jeder Fan rechtzeitig am Stadion an, also alles halb so wild.
Aehnlich in Recife: Warum die Metro-Station nicht direkt an das neu gebaute Stadion anschliesst, weiss niemand. Deswegen fahren Shuttle-Busse die Fans zur Spielstaette – allerdings auch nicht ganz: Den letzten Kilometer muss man trotzdem laufen. Warum die Busse nicht bis direkt vors Stadion fahren…wer weiss das schon.
Aber wer sich einmal bei der Muenchner Allianz-Arena nach dem Spiel in die ueberfuellte U6 Richtung Innenstadt gequetscht hat, oder ueber eine Stunde im Stadion-Parkhaus im Stau stand, sollte in Suedamerika vielleicht auch keine perfekten Zustaende fordern ;-).

Die Fan-Feste, die sich Brasilien von der WM 2006 in unserer Heimat abgeschaut hat, funktionieren bestens. Manche sind besser, manche schlechter, wir hatten bislang jedenfalls grossen Spass! Wir koennen hier sogar einige Vorteile im Vergleich zu damals erkennen: Vor den Fanfesten stehen hier Hunderte emsige Verkauefer, die Bier, Caipis und Essen aller Art verkaufen. Der Bierpreis tendiert hier – je nach Entfernung zur Buehne – zwischen 3 und 5 Reais pro Dose. Super! Kein Schlange stehen am einzigen authorisierten (und ueberteuertem) Bierstand, der zudem mit dem Ausschank nicht nachkommt…so macht WM schauen extra Spass.
Bei der Sicherheit laesst Brasilien auch nichts anbrennen. Das Gastgeberland garantiert der FIFA stoerungsfreie Ablaeufe, und wer die Spezialeinheiten von Polizei und Militaer sieht, die bei jeder Veranstaltung vor Ort sind, der moechte auch wirklich nicht stoeren. Wir sind das ja von unserer Reise schon gewohnt, aber das ein oder andere deutsche Fan-girlie wirkt beim Anblick von Maschinenpistolen und Stahlhelmen manchmal etwas irritiert :-). Als wir in Aracaju beim Forro-Festival eben solch eine Spezialeinheit einmal „in action“ gesehen haben, wissen auch wir: Mit den Jungs nist nicht zu spassen!
Irritiert waren jedenfalls auch wir, als beim Fan-Fest in Salvador de Bahia nur die Spiele von Brasilien gezeigt wurden. Es stellte sich aber heraus, dass dies nur in Salvador der Fall ist, weil dort grosse Teile der Betriebskasse verschwunden sind, mit der eigentlich die Security bezahlt werden sollte. Aus Sicherheitsgruenden wurden also alle anderen Uebertragungen ausgesetzt. Dumm gelaufen. Auch das ist Brasilien.

Jeder, der das Spiel gegen Ghana gesehen hat, wird sich gefragt haben: Wieso gibt es ein gellendes Pfeifkonzert, obwohl der Ball doch ausnahmsweise mal sauber in den Reihen unserer Mannschaft zirkuliert? Als die Stadiensicherheit den DFB Fanblock stuermt und alle Fahnenbesitzer zum Abhaengen dieser zwingt, gibt es tatsaechlich unschoene Szenen. Handgemenge, fliegende Becher, es wird skandiert, gepfiffen und getobt – die Security sackt viele Fahnen ein, und manche Besitzer gleich mit (die Road2Rio-Fahne hat zum Glueck ueberlebt). Ueber die Gruende des Fahnenverbotes kann man nur raetseln, denn es ist ja nicht so, dass man damit irgendwelche Werbung verdecken wuerde. Die FIFA moechte zwar die Fans und gute Stimmung in die Stadien bekommen, aber die Fankultur muss zuhause bleiben. Fragwuerdig. An den Aufschriften der Fahnen jedenfalls liegt es nicht, denn diese werden beim Security Check vor dem Spiel auf verbotene Texte und Zeichen geprueft. Eines hat diese „starke“ Aktion der FIFA gebracht: Naemlich viele aufgebrachte Fans, und wir sind gespannt, ob man in den naechsten Spielen nochmals solche Szenen riskieren moechte. Im argentinischen oder mexikanischen Block moechten wir jedenfalls nicht die armen Schweine sein, die sinnfreie Anweisungen der FIFA umsetzen muessen.

Einfacher ist es da fuer die FIFA, sich auf vermeintliche Rassisten zu stuerzen: Befreundete Fans aus unserem Hostel haben sich fuer die Spiele als Deutschlandfahne verkleidet, die ja bekanntlich schwarz-rot-gold ist. Und da schwarz nun einmal oben ist, haben sich die beiden auch das Gesicht schwarz angemalt, damit der Look perfekt wird. Allein wegen dem Outfit hatte sich nun diese Woche das Disciplinary Commitee der FIFA getroffen und erwaegt, gegen die Jungs ein Verfahren wegen Rassismus einzuleiten (Hinweis: Deutschland spielte gegen Ghana).
In diesem wirklich coolen Fan-Outfit tatsaechlich Rassendiskriminierung zu erkennen, zeigt wieder einmal, wie unglaublich weit die FIFA von jeglicher Fan-Kultur entfernt ist.
Allerdings muss man in anderen Kulturkreisen tatsaechlich mit vermeintlich eindeutigen Begriffen und Bedeutungen aufpassen. So traegt Richard traditionell eine Kapitaensbinde zum Spiel, auf der das Wort „Spielfuehrer“ steht. „Spiel“ ist natuerlich niemandem ein Begriff, aber das Wort „Fuehrer“ springt jedem ins Auge, und dieses Wort kennt auch in Brasilien jeder. Nachdem einige suedamerikanische Fans Richard zur Bedeutung der Binde gefragt haben, ist uns erst klar geworden, wie falsch Auslaender diesen Aufdruck vermutlich interpretieren koennten, und lassen sie ab jetzt im Rucksack. Auch wenn man im Recht ist, muss man ja nicht provozieren.

A propo provozieren: Spanien, England, Portugal und Italien sind in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft ausgeschieden. Wir koennen ein Laecheln nicht unterdruecken. 🙂

Ab jetzt geht das Turnier los. Wir sind eben im (kalten) Sueden, in Porto Alegre, angekommen…am Montag geht es gegen Algerien!! Natuerlich werden wir im Stadion sein!

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English version:

A lot has been written about the Cup, even we couldn´t read all the press releases. To us, the media back home seemed to be classical german critical („The stadiums won´t get ready til the kick-off“) etc. Now, after two weeks of world cup we´d like to give some insights into the happenings on site:

„The infrastructure in the entire country will be totally overloaded during the Cup“. We asked ourselves who wrote these lines in the german press. During the world cup there are around one million non-brazilian fans in Brazil, this is not even 0.5 percent of Brazil´s population (around 200 million people). Of course lots of locals are travelling within the country to see the matches, but it couldn´t be further from a „collapse“ which many „experts“ predicted. After three bus trips and four flights within Brazil we can say that travelling here, during the Cup, is more relaxed than in Europe. The check-ins and security checks go as fast as never, and we find tons of waiting taxis everywhere.

“ The stadiums won´t be ready until the kick-offs“. Well, there is something about this fear. Of course, the arenas are ready and playable, but „ready“ is an expendable term. As good as the transfers work between the host cities, it looks a bit different around the stadiums at matchday: E.g. in Fortaleza there is no metro connection to the stadium, so there are only busses and cabs to get to the playground. (Please note: The goverment promised the local people this metro in the course of hosting the world cup, but the metro couldn´t be finished in time, so the last two stations to the stadium are missing). And so the streets get very crowded. Of course it is a chaos, but in the end every fan arrives at the stadium more or less in time, so all good.
Similar situation in Recife: nobody knows why the metro doesn´t have a direct connection to the new-built stadium. That´s why they installed shuttle busses bringing the fans from the closest metro station to the playground – but not fully, too: The last kilometer has still to be walked. Why the busses don´t drive all the way to the stadium? Nobody knows…
But everybody who ever squeezed in the overcrowded U6 to the Allianz Arena in Munich or who spent more than one hour in the arena´s park deck shouldn´t demand perfect situations in South America ;-).

The fan fests which Brazil copied from Germany work very well. Some are better, some worse, but we had lots os fun so far! We can even tell some advantages compared to 2006: Around the fan fest areas there are thousands of locals selling beer, Caipis and street food of all kinds. The beer price varies – depending on the distance to the big screen – between 3 and 5 Reais per can. Super! No long queues at the only authorized beer stand which cannot handle all the requests – just go and grab a beer, man 🙂
And Brazil doesn´t scorch anything regarding security. The host country guarantees the FIFA smooth processes, and everybody who sees the special forces which are present at every event really doesn´t want to disturb at all. We are used to that presence from other countries of our trip, but some german fan-girlie seems to be a bit irritated by the sights of machine guns and steel helmets.
Since  we´ve seen one of these troops „in action“ at the Forro-Festival in Aracaju we know: Don´t fuck with these guys!
But we have been irritated, too, as the fan fest in Salvador de Bahia only showed the matches of Brazil. It turned out that this is just the case in Salvador because big amounts of the budget disappeared with which the security should have been paid. And due to security reason they didn´t want to show other matches without local security. Shit happens! That´s Brazil, too.

Every fan who followed the german match versus Ghana might have wondered: Why is there a chorus of whistles and booing, although the ball is circulating well in the german team for once? When the stadium security enters the german fan block and forces all flag owners to remove banners and flags unbeautiful scenes happen. Brawls, flying beer cups, it is shouted, booed and whistled – the security takes away a lot of flags, and also some bullheaded fans (luckily the Road2Rio flag survived). We can only puzzle about the reasons behind the prohibition of banners in the stadiums. That they cover some advertising or sponsor´s logos cannot be the reason – there is none on the walls. On the one hand the FIFA wants to bring the people and good vibes into the stadiums, but the fan culture is supposed to be excluded. Very questionable. And it cannot be up to slogans on the banners, because the security checks every flag when the fans enter the stadium. But this „strong“ FIFA´s action resulted in one thing: Many angry fans, and we are interested if the authorities really want to risk those scenes again in the upcoming matches. We definitely don´t want to be the poor guys who have to realize these senseless FIFA orders in an Argentinian or Mexican fan block.

So it is easier for the FIFA to focus on would-be rassists: Friendly fans from our hostel dressed up as a german flag, which is well-known black-red-golden. And because black is on top the two guys painted their faces in black to  make the look perfect.
Only because of these outfits the Disciplinary Committee of the FIFA meeted last week and discussed legal actions against these folks as this is seen as being rassistic (Note: Germany played against Ghana).
To even try to see racial discrimination in this pretty cool fan outfit once more demonstrates how disconnected from the fan´s cultures the FIFA really is.
Nevertheless you indeed have to be careful with some assumed clear termns and meanings. Richard traditionally wears a captain´s armband at every match with the word „Spielfuehrer“ printed on it. Of course, nobody knows what „Spiel“ means (=match), but the word „Fuehrer“ is very eye-catching to everybody, and this word is well-known also here in Brazil. So it happened that lots of south-american fans asked Richard about the meaning of this armband, which simply means „captain“, or litterally „match-leader“, and we just realized how wrong this expression could be interpreted by non-germans. So we leave it in the bagpack from now on. Even when you are right by definition…there is no need for provocations.

Talking about provocations: Spain, England, Portugal and Italy left the Cup in the group phase. We cannot choke down a smile 🙂

And now the tournament really starts. Clemens and I just arrived in the (cold) South, in Porto Alegre…it is against Algeria on Monday!! Of course we have tickets.

 

Chiles letzter Elfmeter ist Erloesung fuer Brasilien / Chile´s Final Penalty is Brazil´s Redemption

einsortiert unter: DIE WELTMEISTERSCHAFT, am 28. Juni 2014

Reisetag: Das Road2Rio-Team kommt in Porto Alegre an, und verfolgt den Auftritt der Seleção gegen Chile am Flughafen…was fuer ein Drama!

Sorry an alle unsere chilenischen Freunde 🙁 , aber Glueckwunsch Brasilien! So ist Fussball.

https://www.youtube.com/watch?v=uK92ohpi_u8&feature=youtu.be

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English version:

Transfer day: The Road2Rio team arrives in Porto Alegre and follows the Seleção vs. Chile at the airport…what a drama!

Sorry to all our Chilean friends 🙁 , but congrats to Brazil! That¨s football.

https://www.youtube.com/watch?v=uK92ohpi_u8&feature=youtu.be

Road2Rio in ServusTV

einsortiert unter: DIE WELTMEISTERSCHAFT, am 25. Juni 2014

Das Road2Rio-Team sendet uebers TV beste Gruesse nach Oesterreich  /  The Road2Rio team sends best wishes to Austria 😉

http://www.servustv.com/at/Medien/Einfach-FAN-tastisch

Spaniens WM-Aus – Die Wahrheit! / The truth behind Spain´s defeat!

einsortiert unter: DIE WELTMEISTERSCHAFT, am 20. Juni 2014

Ihr wundert euch, was mit Spanien bei der WM passiert ist?

Nun, vor genau einem Jahr haben wir in New Orleans, USA, einen Voodoo-Priester aufgesucht und mit ihm die spanische Mannschaft mit einem Fluch belegt. Ha, und die schwarze Magie scheint zu funktionieren!!

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English version:

You´re wondering what happened to Spain?

Well, exactly 12 months ago, we visited a black priest in New Orleans, USA, and applied voodoo to the Spanish team. HA, and the black magic seems to work!!