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Von New Orleans nach Utah…

einsortiert unter: USA - Der Osten, am 14. Juni 2013

Wir haben es ja nicht anders gewollt, und es heisst ja schliesslich auch `ROAD´2Rio… aber 2,400km mit nur kurzen Stops durchzufahren, das zehrt schon an den Kräften. Im Zeitraffer gesehen hat sich die Gegend von der Sumpflandschaft des Mississippi zur texanischen Steinwüste und schließlich zur halbwegs fertilen Hochebene von Colorado gewandelt. In normalem Tempo bedeutet das aber: zweimal die Uhr auf eine neue Zeitzone anzupassen und zwischendurch mal eben 10h aus dem Fenster in eintönige, ewig gleich bleibende Wüstenlandschaft zu blicken. Und das bei 40° Außentemperatur.

Am Wegesrand tauchen dennoch ab und an interessante Dinge auf: texanische Ölfelder, das Grab von Billy the Kid und die halbverfallenen Örtchen Sweetwater und Fort Sumner (der ein oder andere Westernliebhaber wird da ggf. hellhörig). Vielleicht haben sich die Städtchen aber auch nicht verändert, sondern die Welt hat sich einfach weitergedreht, wer weiß das schon… In New Mexiko erlagen wir beinahe der Versuchung, die Abzweigung nach Roswell zu nehmen und nach der berüchtigten Area 51 zu suchen. Aus Sicherheitsgründen haben wir uns doch dagegen entschieden J.

Was einem auf den amerikanischen Interstates, Highways, Routes – und wie die Strassen hier noch so heißen – ebenfalls in regelmäßigen Abständen von ca 10km begegnet, das sind Reifenteile aller Art. Komplett zerfetzt oder auch nur halb zerstört liegen sie mal auf der Strasse, oder im günstigen Fall (falls sich der Besitzer des Pannenfahrzeug dazu herablässt) auch nur auf dem Seitenstreifen. Die Anzahl an wirklich geborgenen und ordnungsgemäß entsorgten Reifenresten kann nur vage geschätzt werden, ggf. liegt sie auch bei 0%. Als einem 20 Tonnen LKW bei 120km/h direkt vor uns der Reifen geplatzt ist, da konnten wir nur mit größter Mühe ausweichen. Was ist da los in diesem sicherheitsbesessenen Land!?

Vor der großen Fahrt gen Westen haben wir in New Orleans Kraft getankt. Die uns von den Amerikanern als `most unique city in the US´ angepriesene Stadt hat sich tatsächlich als, für amerikanische Verhältnisse, extrem einzigartig dargeboten. Der etwas verwunschene und verträumte Baustil mit starken französischen Einflüssen hat uns sehr gefallen. Jedoch sind die meisten Künstler, v.a. Blues- und Jazzsänger, nach der großen Flut durch Katrina nicht wieder zurückgekehrt. Die meisten ehemaligen Einheimischen haben wir auch eher in Washington und Florida, als in New Orleans selbst getroffen. Viele der Bürogebäude im Zentrum stehen immer noch leer und an den Grenzen der Innenstadt fangen bereits die brach liegenden Bezirke an. Das wirkt sich auch auf das Nachtleben aus, dass einiges vom früheren Blues- and Jazz-Mekka eingebüßt hat und nun starke „mallorquinische“ Züge hat, indem die Frauen ihr `once in a lifetime´ eher, sagen wir, de-emanzipiert verbringen. Aber für 2 Partynächte war „The Big Easy“ fantastisch :-).

Übrigens haben wir in einer versteckten Voodoo-Höhle die ehemaligen „Angstgegner“ mit einem Fluch belegt. Zumindest von dieser Seite wird nun bei der WM keine Gefahr mehr drohen.

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english version:

Well, we wanted it that way. And there is a reason why it is called `ROAD´2Rio… but after driving 1,500 miles with only short stops the mind needs a break. In fast motion the landscape changed from south states swamps to a stony texan desert and then into fertile elevated plains in South Colorado. But in normal speed it means passing two time zones (!!) and driving 10 hours through nothing but dust, desert and rocks all that with 95° outside.

On the road we passed wide oil fields, the grave of Billy the Kid and famous Western towns like Sweetwater and Fort Sumner that (to be honest) became a shadow of what they used to be in former times. Or maybe they just stayed the same and the World changed 🙂 We spared the search for the area 51 when we nearly passed Roswell (New Mexiko) due to safety reasons ;-).

What us as Germans disturbes a bit is the amount of broken tires lying around on all the Interstates, Highways and Routs (espacially because we almost got into an accident when a tire of a truck exploded just in front of us). Why is that so common in the safety-enthusiastic United States!? TV ads dramatically warn of all possible side effects of a product, signs with safety advices are everywhere, but tires all over at the Highway are okay? Mmh…

Before driving this long distance we enjoyed ourselves in New Orleans. The French Quarter is definately the most unique urban area we ever saw in the US. The nice and lovely styled balconies and houses really impressed us. Unfortunately most of the jazz and blues artists and residents of New Orleans never came back after the flood that left almost half of the office buildings unattended and a lot of suburbs desperated. That is why the old jazz-blues nightlife charm probably is not what it used to be and is replaced by drinking and partying comparable to european party spots. Unfortunately we have to admit that the girl’s behaviours (and of course the fact that the girls enjoy acting not very, let’s say, emancipated) shoked us a bit. But it was fun, though :-).

Btw: In a hidden voodoo house we applied voodoo magic to Italy and Spain. So, these opponents are not feared anymore next year in Brazil 😉

Die Freundschaftsspiele unserer Mannschaft in den USA

einsortiert unter: USA - Der Osten, am

Da wir vor Ort sind, haben wir natürlich beide Freundschaftsspiele unserer Jungs live im Stadion verfolgt (Miami/Boca Raton gegen Ecuador, Washington D.C. gegen die USA). Da hoffentlich alle, die unseren Blogs lesen, die Spiele sicherlich selbst gesehen haben, verzichten wir auf weitere Ausschweifungen.

Interessant jedoch die Eindrücke der gegnerischen Fans: die Ecuadorianer machen natürlich ein riesiges BBQ auf dem Parkplatz vor und nach dem Spiel, die Amis wie immer sehr patriotisch und enthusiastisch. Fazit: beide Fankulturen sehr symphatisch!

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english version:

As we are in the States, of course we followed both friendly matches of our team live in the Stadiums (Miami/Boca Raton vs Ecuador and Washington DC vs USA). We guess that people who follow our blog also have watched the matches, so we pass on commenting the matches themselves.

However, fan cultures have been quite interesting and controversal: the Ecuadorians made a huge BBQ before and after the match, the Americans – as expected – very patriotic and enthusiastic. Conclusion: both fans are very symphatic!

Road2Rio back from Mosquito Hell – The EVERGLADES

einsortiert unter: USA - Der Osten, am 1. Juni 2013

Sicher sind Mücken in einem Sumpfgebiet von mehreren Tausend Quadaratkilometern keine größere Überraschung. Und natürlich hat es auch einen Grund, wenn der Park zur „wet season“ seine Aktivitäten einstellt und keine Besucher mehr kommen – weil in dieser Zeit die Mosquitos die Macht übernehmen. Dennoch haben wir uns gefreut, als wir quasi die einzigen Camper mitten im Nationalpark waren, auch wenn wir ein unterbewusst ein leicht beunruhigendes Gefühl der Vorahnung spürten.

Die Tage waren super: Alligatoren, Schildkröten, Schlangen (keine 300m vom Zelt entfernt), viele Vögel und Fische und eine unglaublich riesige, weite, unberührte Naturlandschaft waren einmalig!

Abends jedoch drehte sich die Stimmung: Während das Abendessen noch möglich war, glich unser Zelt nach Sonnenuntergang einem belagerten Fort. Wir hatten uns mit einigen Biers verkrochen und wollten nur eines nicht: noch einmal hinaus müssen. Denn zwischenzeitlich hingen schon Mosquitos in hoher zweistelliger Anzahl jeweils an den einzelnen Zeltfenstern. Durch die Mückennetze konnten sie unser Bier sehen und wussten: Es ist nur eine Frage der Zeit!

Und das war es dann auch. Richard hat bei seinem Toilettengang ca. 30 Moskitos mit ins Zelt eingeschleppt. Clemens hat auf dem Fluchtweg zur Dusche etwa 40 Stiche kassiert. Man konnte die Mücken durch das Zelt hindurch hören, das hohe Summen tausendfach verstärkt – wie ein weit entferntes Formel1-Rennen. Zusätzlich hört man dauernd ein leichtes Prasseln: Kamikaze-Mosquitos, die von außen gegen die Zeltwand fliegen.
Hätten wir schlafen können, hätten wir bestimmt von Deosprays und Feuerzeugen oder von gigantischen Elektro-Fliegenklatschen geträumt. Oder an den Augenblick im Supermarkt zurückgedacht, als man das billigere Mosquitospray gekauft hat, um 2 Dollar zu sparen.

Hinter den Mosquitos folgt übrigens die Kavallerie: Große gelbe Fliegen, die beißen und dabei ein kleines Stückchen Haut abreißen, greifen alternierend mit noch größeren Pferdebremsen an.

Nach zwei Tagen mussten wir morgens flüchten, es ging einfach nicht mehr. Später erzählte man uns, dass die US-Army ihre Mückenbekämpfungschemikalien in den Everglades testet.

Dennoch waren die letzten Tage definitiv ein unvergleichliches Naturerlebnis!

Key WEST Baby!

einsortiert unter: USA - Der Osten, am 29. Mai 2013

Nach einer ewigen Fahrt von Virginia Beach über Charleston (South Carolina) sind wir am südlichsten Punkt der Vereinigten Staaten angekommen – Key West! Nach ein paar entspannten Tagen voller süßem Nichtstun geht es ab jetzt wieder gen Norden – Alaska ruft!

Vorher machen wir jedoch morgen einen Pit Stop in Boca Raton, um unser TEAM im Stadion gegen Ecuador anzufeuern!!
Danach schauen wir mal in den Everglades vorbei…

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english version:

After an endless drive from Virginia Beach via Charleston, South Carolina, we now reached the most southern point of the U.S.: Key West! We had some very laid-back days, re-charged our batteries and will now head back to Miami/Boca Raton to support our team against Ecuador! After that, the Everlgades are callin’…

Hot Fix!

einsortiert unter: USA - Der Osten, am 24. Mai 2013
Wir konnten das Ersatzteil in den USA nicht besorgen und mussten es bei einem dt. Ebayhändler bestellen. Leider hängt es noch im Zoll. Wir haben uns mit Schläuchen, T-Stücken, Kabelbindern, Klebstoff, 2 Sixpacks u.v.m. nochmals an… der Reparatur versucht – und es scheint geklappt zu haben! Wir sind ohne Zwischenfälle nach Virginia Beach bekommen! Yeah! We’re on the ROAD again!
Jetzt gehts weiter in Süden, next stop: Charleston, South Carolina!
english version:
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We couln’t find the required spare part at any Land Rover or Ford dealer, even specialized service stations couldn’t fix it for us. So we ordered the part at ebay Germany, but it is still pending in customs :-(. So we grapped several hoses, clampses, cables, 2 sixpacks and many more and tried to fix it – and succeded! At least we made it without trouble to Virginia Beach! Yeah!
 
We are ON THE ROAD again! Next stop: Charleston, South Carolina!

Road2Rio went PENTAGON!

einsortiert unter: USA - Der Osten, am 18. Mai 2013

Durchwachsene Stimmung im Road2Rio Team: Die Rücklaufleitung ist immernoch kaputt. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt – jede neue Reparaturidee führt zu einem Aufglimmen der Hoffnung, die nach einer Weile von wieder austretendem Diesel brutal zerstört wird. Jeder Servicehändler ist „very confident“, bis er unseren exotischen Motor sieht. Immerhin ist das Ersatzteil dank eines hilfsbereiten Ebay-Händlers aus Deutschland auf dem Weg,  – allerdings ist die Lieferzeit ungewiss.

Das Gute: Wir lernen täglich unglaublich hilfsbereite Menschen kennen. Samy, ein Autofreak (er fährt Aston Martin und Lamborghini), macht sich für uns auf die Suche nach einem geeigneten Verbindungsstück. Seine Mechaniker fahren uns zu Motels, ein Senior Master Sergeant hat uns in die Heiligen Hallen des Pentagon eingeladen. Leider können wir davon nur ein Bild und keine Informationen veröffentlichen, nur allen russischen Hardlinern sei gesagt: es war nur eine Snack Bar.

Road2Rio goes PENTAGON

Road2Rio goes PENTAGON

Welcome to the U.S. – das Land der Benzinmotoren!

einsortiert unter: USA - Der Osten, am 15. Mai 2013

So, endlich angekommen! Wir hatten ein paar schöne Tage in Washington, die Abholung von Sami am Hafen in Baltimore hat auch reibungslos geklappt. Das Wetter ist schön, die Leute sind sehr nett, und bis auf ein Weinglas ist auch alles heil geblieben…so dachten wir…

Nach kurzer Fahrt jedenfalls roch es nach Diesel – immer ein schlechtes Zeichen. Erste Analyse: der Motorraum ist mit Diesel geflutet, die Dieselrückführung ist kaputt. WARUM AUCH IMMER. Jetzt haben wir erstmal ein Problem. Letzter Stand: Mit einem Strohhalm und Dichtmasse haben wir es provisorisch gefixt und versuchen nun, das Ersatzteil aus Europa zu bekommen. Nach nur 2 Tagen on the road, wer hätte das gedacht…Murphy, Du bist echt nicht cool .

Der Rückführschlauch mit dem gebrochenen T-Stück          Erste (schlechte) Lösung: Gaffatape