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Road2Rio Insights!

einsortiert unter: DIE WELTMEISTERSCHAFT, am 30. Juni 2014

Um es gleich vorweg zu nehmen: Uns geht es nicht gut. Wir haben einen Riesenspass mit Fans aus aller Welt, geniessen die Stimmung mit den Brassis auf den Fan-Festen und auf den Strassen, aber dennoch ist unser Nervenkostuem nur noch eine Farce.

Noch nie war eine Weltmeisterschaft fuer uns so intensiv, nicht einmal zu Hause 2006. Wir wissen nicht genau, ob es daran liegt, dass alle Spiele hier so omnipraesent sind? Oder weil wir bislang jedes deutsche Spiel live im Stadion verfolgt haben, alle restlichen vor den Bildschirmen? Oder daran, dass wir quasi mit allen mittel- und suedamerikanischen Fans mitfiebern, haben wir doch in fast jedem Land Freunde, mit denen vor und nach den Spielen Aufmunterungen, Glueckwuensche und taktische Tipps ausgetauscht werden.
Jedenfalls liegen bei uns schon jetzt die Nerven zeitweise blank. Auch wenn es fuer unsere Jungs bislang sehr gut laeuft. Aber der Weg ist noch so weit, und unsere Angst vor dem Ausscheiden ist so gross. „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“ – Goethe beruhigt nicht. Zu schnell kann ein Spiel kippen, ein 0:0 ungluecklich in eine Niederlage driften. Was waere dann? Wir haben Finalkarten, wenn unser Team das Endpiel erreichen sollte. Ein frueheres Ausscheiden waere der Super-GAU, es waere unfassbar. Schlichtweg undenkbar.
Im brasilianischen TV sehen wir Lothar Matthaeus in einer Talkrunde, es werden Szenen vergangener Finalspiele gezeigt. Wir koennen kaum hinschauen. Die Augen werden feucht, wenn wir daran denken, dass wir dabei waeren, wenn unser Team Geschichte schreiben wuerde. Wir malen uns aus, wie Philipp Lahm den ersehnten Pokal in die Hoehe reissen wuerde, ein Feuerwerk im Hintergrund. Wenn. Falls. Konjunktive. Keiner weiss, was kommen wird. Wie schnell alles vorbei sein kann, haben die vergangenen Spiele gezeigt.

Wir versuchen, unseren ungebrochenen Optimismus aufrecht zu erhalten. Schliesslich haben wir unseren Soll erfuellt, haben es hierher geschafft, und auch bei uns sah es mehr als einmal ziemlich duester aus. Wir denken von Spiel zu Spiel, auch wenn es schwer ist, nicht ueber die Gegner nachzudenken, die im Viertel- und Halbfinale warten werden. An die eigenen Staerken glauben.
Doch es ist so schwer. Wir koennen so wenig beeinflussen. Die Angst vor dem Ausscheiden schlummert im Hintergrund, wie der boese Wolf, der sich im schattigen Unterholz versteckt. Die rotgluehenden Augen der Niederlage sind immer praesent, sie beobachten uns.
Unser Adrenalinspiegel ist permanent erhoeht, wir schlafen und traeumen schlecht. Hinzu kommen bereits die ersten koerperlichen Ausfallerscheinungen (Magenprobleme und vorruebergehender Hautausschlag bei Richard, leichte Erkaeltung bei Clemens). Dabei ist das Turnier ist noch so lang!

Jogi sagte einmal in einem Interview, dass er nach einem grossen Turnier immer voellig entkraeftet, ausgelaugt und leer ist – er wird dieses Mal nicht der Einzige sein.

Morgen geht es ins Stadion gegen Algerien. Bei einem Sieg stehen wir im Viertelfinale. Um mit Bob zu sprechen: Everything´s gonna be alright. Wir werden es schaffen. Der Traum wird wahr werden! Was fuer ein Turnier! Was fuer eine Weltmeisterschaft!! DEUTSCHLAND!!!

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English version:

Let´s anticipate: We are not doing well. We have big big fun with fans from all over the world, we enjoy the atmosphere with the Brasileiros on the fan fests and on the streets, but still our nerves are growing thin.

A world cup has never been that intense to us, not even in 2006 when it took place at home in Germany. We are not sure if it is because all matches are so omnipresent? Or because we followed ecah german match live in the stadiums so far, all other matches on the screens? Or is it because we are so excited with all the central- and southamerican teams since we have friends in almost every participating country, with whom we exchange encouragments, congrats and tactical hints before and after the matches.

Anyways, our nerves are already on edge from time to time. Even when it goes quite well for our team so far. But the journey is still so long, and our fear from bowing out is so big. „What is not allowed cannot be“ – Goethe does not appease us. Too easily a match can be turned, can drift into defeat after a late 0:1. What would be then? We have tickets to the final, if our team reaches it. A defeat before would be the Super-GAU, inconceivable. Just unthinkable.

We spot Lothar Mathaeus in brazilian TV in a talk show, they show scenes from past finals. We can barely look at it. Our eyes get wet when we imagine that we would be there, if our teams makes history. We picture how Philipp Lahm would lift the trophy, fireworks in the back. If. When. Subjunctives. Nobody knows what will be. The previous matches have showed how quickly all can be over.

We try to sustain our unbowed optimism. We „delivered“, after all, and more than once it lookes quite dreary during our long journey. We think from match to match, even when it´s hard not to think about the opponents waiting in the quarter- and semi-finals. We believe in our own strengths.
But it is so tough. We can´t influence anything. The fear of losing is dozing in the background, like the evil wolf which is hiding in the brushwood. The red-glowing eyes of the defeat are always there, watching us.
The adrenalin is pumping constantly,in addition the first disturbed functions (Richard has some stomach problems and skin irritations, Clemens got a cold). And yet this tournament is still lo long!

Jogi once said in an interview that, after a big tournament, he always feels totally exhausted, leached out and empty – he won´t be the only one.

Tomorrow we will be in the Estadio Beira-Rio against Algeria. With a victory we will reach the quarter-final. To talk with Bob: Everything´s gonna be alright. Our dream will come true! What a tournament! What a Cup!! GERMANY!!!