Sponsoren und Supporter









Warning: mysqli_query() expects at least 2 parameters, 1 given in /kunden/544447_81371/webseiten/Road2Rio/blog.php on line 5

Warning: mysqli_fetch_array() expects parameter 1 to be mysqli_result, null given in /kunden/544447_81371/webseiten/Road2Rio/blog.php on line 6

Road2Rio back from Mosquito Hell – The EVERGLADES

einsortiert unter: USA - Der Osten, am 1. Juni 2013

Sicher sind Mücken in einem Sumpfgebiet von mehreren Tausend Quadaratkilometern keine größere Überraschung. Und natürlich hat es auch einen Grund, wenn der Park zur „wet season“ seine Aktivitäten einstellt und keine Besucher mehr kommen – weil in dieser Zeit die Mosquitos die Macht übernehmen. Dennoch haben wir uns gefreut, als wir quasi die einzigen Camper mitten im Nationalpark waren, auch wenn wir ein unterbewusst ein leicht beunruhigendes Gefühl der Vorahnung spürten.

Die Tage waren super: Alligatoren, Schildkröten, Schlangen (keine 300m vom Zelt entfernt), viele Vögel und Fische und eine unglaublich riesige, weite, unberührte Naturlandschaft waren einmalig!

Abends jedoch drehte sich die Stimmung: Während das Abendessen noch möglich war, glich unser Zelt nach Sonnenuntergang einem belagerten Fort. Wir hatten uns mit einigen Biers verkrochen und wollten nur eines nicht: noch einmal hinaus müssen. Denn zwischenzeitlich hingen schon Mosquitos in hoher zweistelliger Anzahl jeweils an den einzelnen Zeltfenstern. Durch die Mückennetze konnten sie unser Bier sehen und wussten: Es ist nur eine Frage der Zeit!

Und das war es dann auch. Richard hat bei seinem Toilettengang ca. 30 Moskitos mit ins Zelt eingeschleppt. Clemens hat auf dem Fluchtweg zur Dusche etwa 40 Stiche kassiert. Man konnte die Mücken durch das Zelt hindurch hören, das hohe Summen tausendfach verstärkt – wie ein weit entferntes Formel1-Rennen. Zusätzlich hört man dauernd ein leichtes Prasseln: Kamikaze-Mosquitos, die von außen gegen die Zeltwand fliegen.
Hätten wir schlafen können, hätten wir bestimmt von Deosprays und Feuerzeugen oder von gigantischen Elektro-Fliegenklatschen geträumt. Oder an den Augenblick im Supermarkt zurückgedacht, als man das billigere Mosquitospray gekauft hat, um 2 Dollar zu sparen.

Hinter den Mosquitos folgt übrigens die Kavallerie: Große gelbe Fliegen, die beißen und dabei ein kleines Stückchen Haut abreißen, greifen alternierend mit noch größeren Pferdebremsen an.

Nach zwei Tagen mussten wir morgens flüchten, es ging einfach nicht mehr. Später erzählte man uns, dass die US-Army ihre Mückenbekämpfungschemikalien in den Everglades testet.

Dennoch waren die letzten Tage definitiv ein unvergleichliches Naturerlebnis!