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Arbeitstier, Wohnung, Packesel, Berggemse, Sherpa - viele Begriffe passen zu unserem Sami, einem Land Rover Defender der alten Schule.

Für 15 Monate werden wir mit ihm zwei ganze Subkontinente bereisen, in ihm wohnen, an ihm kochen, jegliche Strapazen gemeinsam auf uns nehmen. Wie in Tolkiens Saga ist er unser Gefährte, vom Typus vergleichbar mit dem besonnen Samweis "Sam" Gamdschie. Einer, der das Gepäck trägt, die Gefahren sieht, ein treuer Begleiter ohne Kompromisse. Auf dem Spielfeld wäre er eine Nummer 6 - ein Sami Khedira, die Säule in der Defensive, der Zuverlässige, der unauffällig und glanzlos den Sieg der Mannschaft garantiert.

Lest hier, wie wir ihn von einem Rohdiamanten Schritt für Schritt in unser Expeditionsmobil verwandelt haben!


Final Stage: Der Innenausbau – Die inneren Werte zählen…

Hier wollen wir 14 Monate lang leben. Daher sollte alles funktionieren, praktisch sein und maximalen Stauraum bieten – und idealerweise nach den ersten Kilometern Offroad nicht gleich auseinanderfallen!

Unsere grundlegenden Überlegungen zum Ausbau:
Da uns zeitweise unsere Eltern und Freunde begleiten werden, können wir auf einen Teil der Rückbank nicht verzichten. Auf dieser Reise werden wir die einzelnen Regionen Amerikas vorwiegend in der dortigen Sommerzeit erleben. Daher haben wir das Leben in und um das Auto herum auch darauf ausgelegt. Das bedeutet, dass wir uns z.B. abends zum Kochen, Lesen, Feiern und zum „Verarbeiten“ der Eindrücke vorwiegend außerhalb des Autos aufhalten werden. Über bewegliche Boxen wollen wir mit wenigen Handgriffen Platz schaffen und unser Gepäck bewegen können.

Warum 4×4-Innenausbau (www.4×4-innenausbau.de):
Als wir uns mit der Recherche zu den Möglichkeiten eines Innenausbaus befasst haben, sind wir anfangs auf viele Angebote zu Komplettmodulen gestoßen, z.B. Schubladensysteme oder Einhängeschränke. Diese haben unseren Vorstellungen jedoch großteils nicht entsprochen und zugegebener Maßen unseren finanziellen Rahmen teilweise weit überschritten. So sind wir bei unserem letztjährigen Besuch auf der Abenteuer-Allrad-Messe auf den Ausstellungsstand von 4×4-Innenausbau gestoßen. Schnell war klar, dass dieses Konzept für uns genau das bietet, was wir uns gewünscht haben: Die preiswerte Verwirklichung unserer eigenen Ideen und die ideale Ausnutzung unseres (doch eingeschränkten) Platzangebotes.
Die Multiplexplatten gibt es im Online-Shop von Anton Kraus in allen möglichen Farben, weiterhin sind alle erdenklichen Zubehörteile für den individuellen Ausbau dort zu erwerben (Scharniere, Schlösser, Verbindungsstücke etc.). Da die Platten mehrfach geleimt sind, sind sie extrem robust, aber dennoch mit einer Kreissäge leicht zuzuschneiden – die Aluprofile verzeihen sogar eine Milimeter an Toleranz beim Zuschnitt.
Praktisch sind auch die „Very Useful“-Boxen, die 4×4-Innenausbau in vielen Größen anbietet. Wir haben sie von vorneherein in die Planung mit aufgenommen.
Super war auch der Service von 4×4-Innenausbau: Unsere Platten, die wir als „Reserve“ übrig hatten, wurden für den Einkaufspreis wieder zurückgenommen. Ein großes Dankeschön dazu nochmal an dieser Stelle an Herrn Anton Kraus und Team!

Stage 15: Suspensorium

In exakt 12 Wochen geht es los!!

Wir stecken derzeit in den letzten Vorbereitungen. Zum Beispiel haben wir uns vom SuperBowl Finale inspirieren lassen, und  Sami noch eine Art „Suspensorium“ verpasst – aus lauter Paranoia vor schweren Schäden an den Weichteilen (Differenzial und Vorderachse).

Gegen Entführungen in Kolumbien  hilft das allerdings auch nicht… 🙁 

Stage 14: Dirty Mustache!

„Sami hat sich nun einen „Dirty Mustache“ stehenlassen. Wir wissen auch nicht genau, was das soll…wahrscheinlich glaubt er, damit in Mexiko nicht so sehr aufzufallen.

Bei der Zulassung durch den TÜV hilft es übrigens, Begriffe wie „Bullenfänger“ oder „Rammschutz“ zu vermeiden und dagegen auf einen „verbesserten Fußgängerschutz“ hinzuweisen, weil „der Kunststoff ja „viel weicher und schonender sei als der harte Alugrill“. Gut, möglicherweise hat auch geholfen, dass der Prüfer unser Auto irgendwoher kannte… („Hey, sag mal, steht der nicht immer in der Harzstraße?“). J

Bei der Geburt getrennt: Sami-6 und „El Machete“

Sami-6 versus El Machete

Stage 13: Rockslider

Beim Offroaden haben wir gemerkt, dass zwar der Unterboden relativ gut geschützt ist, die Seitenkarosse aber weich wie Joghurt ist. Zumal ist es viel wahrscheinlicher, an einem Stein oder Baumstumpf hängenzubleiben, oder – toi toi toi – von einem anderen Auto seitlich touchiert zu werden.Da uns die alten Trittleisten sowieso schon fast weggerostet waren, haben wir sie gegen höher liegende Rockslider von Nakatanenga aus verzinktem Stahl ausgetauscht. Sie sind solide gefertigt und passen sehr genau, deswegen war der Anbau recht schnell erledigt…

Stage 12: Das Doppelbatteriesystem

Nach und nach kommen bei uns immer mehr Verbraucher hinzu: Das Soundsystem, die Kühlbox, Beleuchtung, diverse Kleingeräte wie Handys, die aufgeladen werden möchten…das trauen wir unserer serienmäßigen Bordbatterie nicht zu. Weiterhin möchten wir die Sicherheit haben, im Outback nicht wegen einer leeren Batterie nicht mehr starten zu können.Ein Doppelbatteriesystem ist hier die Standardlösung im Offroadbereich: eine Batterie versorgt den Anlasser, die zweite alle weiteren Verbraucher. Gesteuert werden beide über einen Controller, der den jeweiligen Ladestand anzeigt sowie bei Bedarf beide Batterien koppeln kann.

Ausnahmsweise haben wir hierfür Sami in die guten Hände von Nakatanenga in Franken gegeben, die den Einbau zusammen mit dem Anbau von Zusatzscheinwerfern professionell und schnell für uns vorgenommen haben.  Super auch, dass die Mechaniker in diesem Zuge sogar ein elektrisches Problem mit einem durchgeschmorten Kabel für uns entdeckt und behoben haben! Wirklich sehr zu empfehlen!

Stage 11: Zusatztank

Wer den „Top of the World Highway“ fahren will, sollte auch genügend Sprit dabei haben! Deswegen bauen wir uns einen zusätzlichen Durchlauftank ein, der das Volumen auf 117 Liter erhöht. Damit knacken wir die Tausend Kilometer mit einer Tankfüllung.Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass die Wege gerade in Südamerika weit sein können (90 Kilometer auf Reserve haben wir in Argentinien mit dem Mietwagen in der Pampa schon hinter uns, und diesen Nervenkitzel möchten wir gerne vermeiden). Deswegen installieren wir Kanisterhalter für drei Kanister à 20 Liter, was nochmal zusätzliche 60 Liter Treibstoff bringt.

Stage 10: Motorhaubenscharniere

Quietschen, Klappern, Knarren und Ächzen. Das wollen wir alles auf unzähligen Kilometern Rüttelpiste nicht haben. Darum gibt es für Sami neue Motorhaubenscharniere! Ein weiterer Vorteil: Der sperrige Hi-Lift Wagenheber findet dort gut greifbar ebenfalls seinen Platz!

Stage 9: Die Seitenfensterklappe

Wir möchten eine von außen erreichbare „Küchenzeile“ bauen, in der alles zum täglichen Gebrauch verstaut werden kann. Auf der Abenteuer Allrad-Messe wurden wir von einem Klappensystem von Frontrunner inspiriert. In Deutschland wird dieses Spezialzubehör von Nakatanenga vertrieben. Es kommt mit einer guten Anleitung, als weiteres Zubehör gibt es auch einen Innenschrank – wir haben uns jedoch dazu entschieden, diesen selbst zu bauen.
Der Plan ist wie folgt: Seitenscheibe raushauen, komplett mit Rahmen entfernen, die Seitenfensterklappe (wasserdicht) einbauen. Und das alles noch rechtzeitig von dem EM 2012 Auftaktspiel gegen Portugal? Ob das gutgeht? Aber sicher doch!Nach ca. 5 Stunden Arbeit und einigen Flüchen haben wir die Scheibe entfernt, die Karosserie auf Maß gefeilt und die Seitenfensterklappe eingesetzt. Ab sofort können wir von außen in das Auto greifen. Doch ohne die weiteren Ausbauschritte nützt uns das nicht sonderlich viel…

Die weitaus größere Arbeit war der Bau des Innenlebens, also einem offenen Schrank, der ganz genau an die innere Kontur der Karosserie passt. Zusätzlich haben wir innen alles mit pflegeleichtem Filz ausgekleidet und hoffen, so jedem Klappern von Tellern etc. vorbeugen zu können.

Stage 8: Die Radkastenbox. Ein „einschneidender“ Eingriff!

Da die Montageanleitung für dieses Produkt zum Zeitpunkt des Einbaus noch nicht veröffentlicht war (lediglich 2 Fotos von den Maßen, die beim Händler funktioniert haben), hat das Herz dann doch etwas höher geschlagen, als die Markierungen für die späteren Schnitte angebracht wurden. Nicht alle haben der Sache vertraut, wie man dem ein oder anderen kritischen Blick entnehmen kann. Schlussendlich gab es jedoch ein Happy-End, die Box passt  und der ehemals verschenkte Raum kann nun optimal, wasserdicht verschlossen, für einen Kompressor, Gasflaschen oder sonstige Kleinteile genutzt werden.

Stage 7: Unser Dachzelt – Bett, Wohnzimmer und Schutz

Okay, nun kommen wir zum ersten und beinahe wichtigsten Bestandteil unseres Ausbaus – das Dachzelt! Natürlich gibt es bei einem Defender mehrere Möglichkeiten, eine Schlafmöglichkeit zu integrieren, sei es eine einfache Matratze im Heck oder ein komplettes Hubdach, dass nach oben ausklappbar ist und eine separate Schlafebene ermöglicht. Für uns war jedoch früh klar, dass wir möglichst viel draußen sein möchten und Platz benötigen, so war die Grundsatzentscheidung pro Dachzelt mit möglichst geräumigem Vorzelt schnell gefallen.

Nachdem wir uns in allen möglichen Foren herumgetrieben, in Fachzeitschriften geblättert und mit anderen Campern ausgetauscht hatten, schien unser perfektes Zuhause gefunden – der Howling Moon Stargazer! Unser Besuch auf der jährlichen Abenteuer&Allrad, DER Messe für Offroader, bestärkte uns: dieses Dachzelt hat alle Vorteile auf seiner Seite! Das besondere Gimmick: wenn man den Regenüberzug entfernt, kann man am Dachhimmel große Bereiche öffnen und schläft so quasi unter freiem Himmel – nur durch ein Moskitonetz von der unendlichen Weite getrennt!

Gesagt – getan, noch vor Ort handelten wir einen Rabatt heraus und orderten eine Version mit ausreichendem Bettchen (immerhin 1,40m x 2,20m) sowie einem optionalen Vorzelt. Irgendwann kam dann ein großer Spediteur, der das 60kg schwere Stück – übrigens importiert aus Südafrika – vorbeibrachte.

Aufgebaut auf unseren (ebenfalls auf der Messe erstandenen) Hannibal Dachträger sieht das Ganze dann so aus:

Stage 6: Kein Geraffel! Sondern Riffel! Blech!

Beim ständigen Auf- und Abbau des Dachzeltes wird es mit der Zeit nervig, immer über das Heck auf den Dachträger zu klettern. Noch schlimmer: wenn das Zelt aufgebaut ist, kommt man nur noch über die Seiten aufs Dach, was ein gewagtes Unterfangen ist. Umgeknickte Antennen oder kaputte Spiegel sind vorprogrammiert!

Die Lösung: eine begehbare Front! Wie geht das? Mit Riffelblechen aus Alu, die auf die Motorhaube und Kotflügel genietet werden. Diese Bleche sind stark genug, dass man problemlos auf ihnen herumlaufen kann (Hüpfen sollte man jedoch dennoch lassen). Und wieder wird in die schöne Karosserie gebohrt…

Stage 5: Unterfahrschutz – Mach’s mit!

Am Unterboden geht im Gelände sehr schnell etwas kaputt. Ein einzelner Steinbrocken in einem Fluß, und schon ist das Differenzial, oder die Spurstange hin – und die Reise wäre erst einmal zu Ende. Deswegen: Schutz geht vor, mach’s mit 😉

 

Stage 4: Luft nach oben – der Schnorchel

Der Schnorchel

 

Nein, es hat nichts mit einer Höherlegung des Auspuffs zu tun, und wir wissen sehr genau, dass er erst ab einer Watttiefe von ca einem Meter wichtig wird – dennoch ist die erhöhte Luftansaugung für uns aus mehreren Gründen unabdingbar.
Bereits auf einem Trip in Costa Rica kurz nach Ende der Regenzeit merkten wir, wie schnell harmlose Rinnsale zu mächtigen Flüssen ansteigen können. Auf relativ unkritischen Straßen mussten wir mehrere wirklich tiefe Flüsse durchfahren (damals noch mit einem Leihwagen, einem nicht zu verachtenden Suzuki Grand Vitara), bei denen uns damals wohl die Gefahr solcher Durchfahrten nicht ganz klar war.
Da wir auf der Reise gerade solche Hindernisse im Gelände überwinden können wollen, und uns dabei nicht den Motor durch einen gefluteten Ansaugtrakt zerstören wollen, haben wir uns kurzerhand den Schnorchel angebaut. Wir entschieden uns für eine Variante mit mehreren Aufsätzen, sodass für trockene und staubige Gegenden auch ein Zyklonvorfilter augesetzt werden kann. Dieser Filter stoppt durch Zentrifugalkräfte den ersten Staub in der Luft, in dem er ihn verwirbelt und dieser sich in einem Filtergehäuse sammelt.

Aber zurück zum Einbau: Hier wurde es zum ersten Mal happig. Wer schon einmal mit der Bohrmaschine vier große Löcher in seinen Kotflügel gebohrt hat, die alle zueinander maximal ein Milimeter Spiel haben dürfen, weiß, wovon ich spreche. Problematisch war die Verschraubung des Schnorchels von innen, an dem Richard schier verzweifelt ist. Während in Foren „Profis“ die Meinung vertreten, dass der komplette Ansaugtrakt ausgebaut werden müsse, hat eine kleine Ratsche und etwas Geduld am Ende bestens funktioniert.

Wenn man beim Einabu genau aufpasst, merkt man, dass der Ansaugtrakt im Grunde nur aus zusammengesteckten Plastikrohren besteht. Und diese Steckverbindungen sind keinesfalls dicht. Wenn man sich nun fragt, was es bringt, die Einsaugöffnung über das Dach zu legen, während die Teile, die bei einer Flussdurchquerung sowieso im Wasser sind, undicht sind, der ist auf der richtigen Spur.
Alle Steckverbindungen haben wir deswegen zusätzlich mit Dichtmittel abgedichtet!

Stage 3: Spurverbreiterung

Durch die Verbreiterung liegt der Wagen besser in der Kurve, kann nicht so schnell kippen und der Wendekreis verringert sich. Alles richtig, aber bei den Argumenten für eine Spurverbreiterung doch auch Augenwischerei. Es sieht einfach cool aus, fertig!

Stage 2: Die Mittelkonsole

Serienmäßig besteht die Mittelkonsole zwischenFahrer- und Beifahrersitz aus einer billigen Holzbox, nicht abschließbar und ohne Schutz bei Einbruch. Im Landyland England wurden wir fündig: eine abschließbare Konsole mit einem Aufnahmefach für das Radio, welches nun für potenzielle Einbrecher nicht mehr sichtbar ist. Perfekt!Perfekt? Die Qualität der Konsole ist gut, jedoch muss ein extra Rahmen gekauft werden, der sehr schwierig an den Unterboden zu befestigen ist. Dass keine Montageanleitung existiert, macht die Sache nicht einfach…doch das Resultat sieht gut aus!

Stage 1: Einbau des Soundsystems

Okay, es ist nicht wirklich unabdingbar für die Reise, und über die Reihenfolge kann man sicherlich auch streiten…dennoch ist gute Musik und guter Klang auch in einem Defender wichtig – und machbar!
Nachdem Richard viel über Dämmung, Welleninterferenzen und verschiedenste Materialien gelesen hat, verlegten wir zuerst spezielle Dämmmatten, die mehr oder weniger auf den TD4 zugeschnitten waren – englische Qualität eben ;-). Im zweiten Schritt wurden die original Lautsprecheröffnungen erweitert, damit die Focal 13cm Mitteltöner inklusive Weiche hineinpassen. Die separaten Hochtöner wurden vorne links und rechts ins Armaturenbrett eingelassen, die Endstufe sowie Subwoofer ins Heck – und siehe da, aus aus einem lauten Defender kann ein (relativ) leises Kätzchen mit tollem Sound werden!Guter Nebeneffekt: man lernt das Innenleben sowie die Elektrik des Autos sehr gut kennen!