Sponsoren und Supporter










Der Fussball spiegelt die Geschichten des Lebens.

Bei Road2Rio geht es nicht ausnahmslos um den Fussball, sondern gleichzeitig um Menschen. Wen immer wir kennenlernen werden, wir möchten jedem ein Forum geben. Während unserer langen Reise werden wir interessante Geschichten über Menschen veröffentlichen, denen wir entlang des Weges begegnet sind. Dabei wird das Thema egal sein...wir sind selbst gespannt, mit welchen Stories wir diese Rubrik füllen werden!


Jordi aus Chicama, Perú / Jordi from Chicama, Perú

Auf der Suche nach der perfekten Welle landeten wir in Peru am Ende einer staubigen Strasse, die in eine weitere staubige Strasse ueberging, um dann hinter einer Ecke noch staubiger zu werden, letztendlich in Chicama – hier gibt es angeblich die laengste linksbrechende Welle DER WELT!

Am Ende der Staubstrasse dieses tatsaechlich verlassenen Dorfes stranden wir im Hotel Suenos, die letzte Unterkunft entlang des Weges (fuer Camping ist es leider zu windig). Wir handeln einen Discount aus, checken ein und geniessen den Abend mit Blick ueber die Steilkueste…was wird der morgige Tag bringen? Die besten Wellen unseres Lebens, oder wird es ein Reinfall? Im Dunkeln kann man noch jedenfalls nicht viel erahnen.

Jordi ist der Sohn der Besitzerin, und Surfer. Mit einer echten Skatervergangenheit hat er bereits mit Verletzungen zu kaempfen (skaten, das ist etwas, was die Hipster-Jugend in Deutschland wohl gar nicht mehr kennt…).
Man muss ehrlich sagen, dass sein Leben nicht viel Abwechslung zu bieten hat: Chicama ist staubig, nicht unbedingt schoen und die meiste Zeit verlassen.  Es gibt keine Nachtclubs, keine tollen Restaurants. Moeglicherweise ist aber auch das der Schluessel zu einem gluecklichen Leben? Vielleicht. Jedenfalls geht Jordi mit siebzehn Jahren schon nicht mehr zur Schule, sondern muss bereits Geld verdienen. Fuer ein Studium wird es vermutlich auch nicht reichen.

Als verwoehnter, risikoaverser Europaer wuerde man nach all diesen Informationen wohl nicht mit Jordi tauschen wollen. Es gibt jedoch einen entscheidenden Haken: Jordi ist der Surfer, der direkt an der laengsten Welle der Welt wohnt. Naeher wohnt keiner. Und diese Monsterwelle bricht, zur richtigen Zeit des Jahres, mehrere Kilometer AM STUECK (!).

Wetsuit an, Brett unter den Arm, den Abhang zum Strand runter, und schon ist Jordi da. Und er ist gut! Wir waren mit ihm draussen, nebenan haben ein paar peruanische Pro-Surfer geuebt, und wir waren beeindruckt: Vielleicht wird es ja doch noch etwas mit Jordi´s Traum von einer Karriere als Prosurfer?
Die richtigen Connections hat er jedenfalls schon: Seine Freundin, Brasilianerin, ist Surferin und wird bereits gesponsert. Richard sagt immer, er koennte nie eine Freundin haben, die besser surft als er, aber moeglicherweise ist Jordi ja bereits mehr Mann als Richard :-).

Geh Deinen Weg, Jordi – wenn Du es willst, wird alles klappen! Wir halten die Augen offen und erwarten ein paar Cover-Shots von Dir in ein paar Jahren 🙂

——————————————————————————————————–

english version:

During the search of the perfect wave we ended – at the end of a dust road, which leaded to another dust road, just to get even more dusty beyond the corner – in Chicama. Here is supposed the longest left-handed wave IN THE WORLD!
At the end of this dirt road we arrive at „Hotel Suenos“, the last accomodation along that road (unfortunately it is too windy to camp). We bargain a discount, check in and enjoy the night with view over the steep coastline…what will next morning bring? The best waves of our lifes? It is already too dark to tell.

Jordi is the son of the owner, and a surfer. With a real skate background he already has to struggle with minor injuries (skating, this is probably something what the hipster youth in Europe doesn´t know anymore).
To be honest, his life doesn´t offer too much diversity: Chicama is dusty, not really nice and empty. Well, most of the year. There are no light clubs, no fancy restaurants. Maybe this is the key to a happy life? Might be. Anyways, Jordi doesn´t go to school anymore but has to earn money already, he is seventeen. Probably there won´t be time and money to study, too.

As a spoiled and risk-avoiding European you most probably don´t want to be in Jordi´s place. But there is an important „hook“: Jordi is the surfer who lives the clostest to the world´s longest left-handed wave. Nobody is closer. And this monster wave brakes, at the right time of the year, several KILOMETERS!
He puts his wetsuit on, grabs the board, runs down to the beach and he is there. And he is good! We´ve been out with him, while some peruvian pro surfers practised next to us, and we´ve been impressed: Maybe he really will make his dream come true and will make a career as a pro surfer?
He definitely have already the right connections: His girlfriend, brasilian, is a surfer, too and gets sponsored. Richard always says that he could never have a girlfirend who surfs better than him, but maybe Jordi is already more a man than Richard :-).

„Go your own way“ Jordi – if you want, everything is possible! We´ll keep our eyes open and expect some cover shots within the next years :-).

Maria & José aus Costa Rica / Maria and José from Costa Rica

Falls euch die Idee eines eigenen Segelbootes nicht inspiriert hat – es geht auch etwas bodenstaendiger:
Auf unserer Hetzfahrt zum Hafen nach Panama City (ihr erinnert euch, wir hatten ueber das Internet Kanadier kennengelernt und wollten einen Container nach Kolumbien teilen), uebernachteten wir kurz vor der Grenze nochmal in Costa Rica – und lernten so Maria und José kennen.

Die beiden hatten kuerzlich so ziemlich alles investiert, was sie haben, und zwar in ein nettes Hotel an der Panamericana. In einem frueheren Leben war Maria Mathelehrererin, José macht (immernoch) irgendetwas mit Recht. Wieder ein Beleg dafuer, dass man niemals in seinem Leben gefangen ist: beide krempelten kurzerhand alles um, ergriffen die Gelegenheit und sind nun gluecklice, wenn auch leicht gestresste „Hotelmanager“. Maria spricht sogar perfekt Englisch, weil sie zur Schulzeit mal ein paar Jahre in den USA gelebt hat – und nach all der Zeit immernoch nicht verlernt, Respekt!

Wir haben gegrillt, mit ihnen ueber Verbesserungen am Hotel diskutiert und konnten vor dem Terror der Ueberfahrt nochmal entspannen. Vielen Dank Maria & José und viel Erfolg mit eurem neuen Business (und Leben)!!

——————————————————————————————————–

English version:

If the idea of an own sailboat didn´t inspire you – a bit more basic is also possible:
On our hellride to panama City (you remember, we met Canadians via internet and wanted to share a container to Colombia) we stayed a last night in Costa Rica – and met Maria and José.

This couple invested pretty much everything they own in a nice hotel directly at the Panamericana. In another life Maria was a math teacher, José (still) does something with law. And this is again a proof that you are never locked in your life: both turned their lifes upside down, took the opportunity and can call themselves „hotel manager“ now (even if slightly stressed). Maria even speaks perfect english after she stayed in the United States for some years when she was young. And she didn´t forget a single word – respect!

We could make a nice BBQ at their place, talked about improvements at the hotel and could rest one more time before the terror of the shipment to Colombia. Thanks Maria & José and good luck with your new business (and lifes)!

Maria und José

Maria und José

Monte & Curt Kruger

Nachdem wir unseren Unfall in Oregon ueberlebt hatten, ging es immer weiter die Kueste runter, bis – natuerlich – San Francisco. Ueber Freundesfreunde haben uns Emilies Eltern, Monte und Curt Kruger, fuer ein paar Tage auf ihrer Ranch in der Naehe von Napa Valley, California, aufgenommen. Reiten, grillen und Weinproben? Und los :-). Wir hatten eine grossartige Zeit und fragen uns seitdem, warum wir eigentlich keine Pferderanch besitzen? Naja, kommt ja vielleicht noch…

Monte und Curt wohnen aber nicht schon immer dort, sondern sind im Spaetsommer 2000 hingezogen. Monte ist schon in ihrer Jugend geritten und musste dies aufgeben, als die Kinder da waren. Spaeter, als die auf sich selbst aufpassen konnten, gab sie wieder Reitunterricht auf einer Ranch. Monte und Curt suchten urspruenglich nur ein etwas groesseres Grundstueck, auf dem sie ein oder zwei Pferde unterbringen konnten. Wie das Leben eben so spielt, wollte der Besitzer zu dieser Zeit das Grundstueck verkaufen und hoffte, in Monte einen Nachfolger zu finden. Sie ueberzeugte Curt und nun beherbergt ihr Grundstueck mittlerweile in etwa 100 Pferde :-).

Getroffen haben sich die beiden in den Achtzigern beim Tauchen. In dieser Zeit war Curt quasi immer nur Skifahren – was fur Monte die Pferde sind, waren und sind fuer ihn die Ski. Deswegen unterstuetzte er die Idee einer Ranch, weil er wusste, dass dies die Chance fuer seine Frau waere, ihre Leidenschaft ausleben zu koennen. Und bisher hat scheinbar alles geklappt!
Die Ranch beherbergt etwa 80 Pferde, die fuer andere Besitzer rund um die uhr versorgt werden. Hinzu kommen 10-20 Pferde, die der Ranch gehoeren (saisonabhaengig). Es gibt (natuerlich) Reitstunden, „trail rides“ und im Grunde alles, was man ueber Pferde lernen kann.

Wer frueher zuviel „Wendy“ gelesen hat und dies jetzt als Paradies empfindet und seinen Job an den Nagel haengen moechte, der sei gewarnt: es ist eine Hoellenarbeit. Monte schmeisst den Laden quasi alleine, Curt hat naemlich noch einen „regulaeren“ Buerojob. Zu den Aufgaben gehoeren weniger Striegeln oder Ausmisten (schoen waers), sondern die endlosen Reparaturen an der Ranch, die staendige Organisation von Reitstunden, Ausfluegen, Beziehungspflege zu den Besitzern und auch die Kommunikation zu den „horse communities“.
Aber, soweit wir das sagen koennen, wirken die beiden gluecklich – Merke fuer spaeter: Wenn man seinen Job liebt, dann empfindet man die Arbeit nicht als solche.
Wer aber Lust auf Reiten in Weinbergen unter der Sonne Kaliforniens hat, der melde sich – wir verbinden gerne :-).

Danke Monte & Curt fuer eure Zeit und Gastfreundschaft, wir hatten eine grossartige Zeit und eine tolle „Auszeit“ von den Reisestrapazen!
—————————————————————————————————————-
english version:

After we survived our bad accident in Oregon we drove all the Highway 101 down the coast, to – what else – San Francisco. Via friends of friends Emilie´s parents, Monte and Curt Kruger, hosted us for a couple of days on their horse ranch. Riding, BBQ and wine tours? Let´s go! We´ve had an incredible time and since then we wonder why we don´t own a ranch!? Well, maybe in some years…

But also Monte and Curt don´t live there since ever, they moved to this place in September 2000. Monte grew up with horseback riding but had to stop when they had kids. Later she started working at the ranch giving riding lessons. Around that time they were looking to move to a house with more property so my mom could keep one or two horses on the property.  After a couple of years teaching horseback riding and looking for a new house, the ranch owners told Monte they were selling the property, and that they hoped she would consider buying it.  Somehow, she convinced Curt and they pulled it off. As live plays their property, which was supposed to host maybe one or two horses, now boards around a hundred horses :-).

Both met on a diving trip in the Eighties. In this time Curt was prtty much skiing all the time – what horses were for Monte have skies been for him. That´s why he supported the idea of a ranch, because he knew that this could be a chance for his wife to live out her passion, as he did skiing in the Seventies. And so far it seems to work out!

They board approximately 80 horses.  Basic board includes a stall for the horse, feeding at least twice a day, and cleaning of the stall daily.  Extra services include special food like grain, special bedding for the horse like shavings, and sometimes even exercise for the horse.  The ranch also offers lessons for people who board their horses there, or who rent one of the ranch-owned horses.  There are about 10-20 ranch-owned horses depending on the season, with summer being the peak riding season. So you can basically learn everything about horses at this place :).

Who of you read too much „Wendy“ and now thinks this is paradise and wants to quit the job now, be warned: it is a hell load of work. Monte pretty much runs the ranch on her own as Curt still has a „regular“ office job. The major tasks aren´t cleaning the stalls or so, but to manage the endless repairs at the ranch, the permant organisation of riding lessons, group trails and the communication to the local horse communities.
But, as far as we can tell, they seem to be happy with it. Note for later: If you love your job then the workload might just appears different.
Who´s up for some horseback riding through wineyards under the californian sun, please contact us – we are happy to connect :-).

Thanks Emily, Monte and Curt for your time and hospitality, we´ve had a great time and a wonderful  time-out from our journey!

Andreu Honeycutt

In Zeiten der Not, dummerweise direkt am Anfang unserer grossen Reise, als Sami Probleme mit der Dieselrueckfuehrleitung hatte, lernten wir Andreu Honeycutt ueber Couchsurfing kennen. Da wir ewig auf ein Ersatzteil aus Deutschland warteten, nahm uns Andreu ganz kurzfristig im Herzen von D.C. zuhause auf. Ein Gluecksfall! Auf naechtlichen Streifzuegen lernten wir die Wahrzeichen der Stadt im Lichterglanz kennen, voellig ohne Touristen, feierten in Bars, stiegen nachts in sein Theater ein und hatten generell eine grossartige Zeit!
Obwohl in Houston, Texas, geboren, lebt Andreu aus Karrieregruenden schon seit 2004 in Washington D.C.. Er ist Schauspieler und spielt in diversen Theaterstuecken und Filmen. Ausserdem war er Tanzlehrer, unter anderem einmal fuer Sasha Obama, die juengste Tochter von Barack und Michelle Obama. Im Schauspiel-Business hat er bereits Kate Blanchett, Alfre Woodard, Kevin Spacey, Dean Cain und Steve Guttenberg kennengelernt.
Bisher hat war er unter anderem in folgenden Hauptrollen zu sehen: Molly der Transvestit in „Measure for Pleasure“, Lord Rama in „The Ramayana“, Endiku in dem Epos „Gilgamesh“ und viele mehr…

Wenn ihr Andreus Arbeit einmal in bewegten Bildern sehen wollt, dann schaut mal in folgendes Youtube-Video rein, das von ihm produziert wurde: http://www.youtube.com/watch?v=XSKAEpcPJMs. Es ist ein retro Musikvideo fuer „Alternate Seduction“ aus Baltimore. Das Budget war mit 300USD extrem niedrig und somit extrem schwer zu planen und zu realisieren.

Wir wuenschen Andreu alles Beste fuer seine Karriere, vielleicht sehen wir ihn ja auch mal im deutschen TV oder gar Kino? Wir  hoffen, dass es ihn mal nach Deutschland verschlaegt. Oktoberfest, Fragezeichen? 🙂
Fuer alle Regisseure, Intendanten und Filmmenschen: Falls ihr Interesse an Andreu haben solltet, wir geben seine Kontakte gerne weiter!
——————————————————————————————————
english version:

In times of struggle, unfortunately right at the beginning of our endless journey, when Sami faced problems with the diesel rejection syste,, we got to know Andreu Honeycutt via Couchsurfing. Because we´ve been waiting for a spare part from Germany for ages Andreu gave us shelter in the heart of D.C. very short-term. On nightly wanders we saw the citie´s sights at the lights of the night, without any tourists, we partied in bars, entered his theater and over all we have had a amazing time!

Though born in Houston, Texas, Andreu lives in D.C. since 2004 due to career reasons. He is actor and plays in several TV and theater roles. Beside of that he happened to be dance instructor for Sasha Obama, the youngest daughter of Barack and Michelle Obama. In show-buiz he got to know Kate Blanchett, Alfred Woodard, Kevin Spacey, Dean Cain and Steve Guttenberg.
So far he played lead roles like Molly, the transvesite in „Measure for Pleasure“, Lord Rama in „The Ramayana“, Endiku the man-beast in the Mesopotamian Epic „Gilgamesh“ and many more…

If you like to watch Andreu´s work in motion, than have a look at the following video which has been produced and directed by him: http://www.youtube.com/watch?v=XSKAEpcPJMs. It´s a retro music video for „Alternate Seduction“ from Baltimore. The budget was extremely low (300 USD) and therefore extremly difficult to plan and to realize.

We wish Andreu all the best for his career, maybe we will see him soon in german TV? And for sure we hope that he one day makes it to Germany. Octoberfest, question mark? 😉
To all directors and film people: if you should be interested in Andreu please contact us, we definitely pass his contacts.

The Maluco Crew

Ihr denkt manchmal daran, einfach alles hinzuschmeissen, zu kuendigen und irgend etwas Neues zu machen? Tja, nur was…

Macht es wie John: Er hat seinen Buerojob in einer grossen Bank gekuendigt und ein Boot gekauft. Einfach so. Dazu muss es auch gar nichts Besonderes sein, die „Maluco“ misst nur 36 Fuss und hat Platz fuer 5 Passagiere, bietet aber all den Komfort, den man auf hoher See so braucht. Jetzt wohnt John mit seiner tollen Frau Eileen quasi permanent auf dem Boot und segelt ein paarmal im Monat Traveller von Panama nach Kolumbien und zurueck. Dabei verbringen sie die meiste Zeit auf den San Blas Islands, kurzum: Im Paradies!
So einfach kann es gehen…
———————————————————————————————————
english version:

Sometimes you feel like packing in your job, you just want to quit and to something completely different? Well, but what…

Do it like John from Venezuela: He quit his office job at a bink bank und bought a boat. Just as simple as that. And it does not necessarily need to be something fancy, the Maluco is 36 feet long, can carry 5 passengers but still offers all the comfort you require on board. Now John lives with his lovely wife Eileen on the boat pretty much all time and, a couple of times a month, they sail travellers from Panama to Colombia and back. Meanwhile, they spend their times on the San Blas Islands, in short: In Paradise!
Well, so easy it can be…

The Maluco Crew

The Maluco Crew

Richard Swanson

Eine Story auf unserer Reise möchten wir einem bemerkenswerten Mann namens Richard Swanson widmen.
In einem für den Fußball noch weitgehend unbegeistertem Land nahm er sich die Wahnsinnsaufgabe vor, mit einem Fußball von Seattle nach Brasilien zur WM zu dribbeln (!!). Er hat seinen Job gekündigt, sein Haus verkauft und leis alles hinter sich, als er sich auf diese Reise begab. Auf seinem Weg wollte er bedürftige Kinder im Namen des Fußballs unterstützen, und das noch lange bevor sich die US-Boys überhaupt für dieses alles entscheidende Turnier im Fußball qualifiziert hatten. Ganz nach dem Motto Tsubasas: Der Ball ist dein Freund, er soll immer bei dir sein.

Jedoch wurden seine Träume jäh zerstört, als er auf seinem langen Weg nach nur wenigen Wochen und Meilen auf einem Highway von einem Truck erfasst wurde. Richard Swanson hat diesen tragischen Unfall nicht überlebt.

Unsere Wege hätten sich auf der Reise sicherlich gekreuzt. Wir hoffen, dass wir irgendwie auch seinen Weg zu Ende gehen werden, im Zeichen Fußballs. Wenn wir in Brasilien ankommen sollten, werden wir an ihn denken! Wir haben Kontakt mit Richards Angehörigen aufgenommen, leider hat ein Treffen in Washington State letztlich nicht geklappt. Auch ihnen wünschen wir alles Gute!

—————————————————————————————-

english version:

One of our stories is dedicated to Richard Swanson. He dreamed about dribbling all the way from Seattle to the world cup in Brazil by foot (!!). He quit his job, sold his house and left everything behind and started his long way down. His enthusiasm for football is even more impressive because he lives in the US where football (they call it soccer) is not that big as in most of the other countries. On his way he wanted to support poor children, and he started his journey even long before the „US boys“ qualified for that big tournament.

Richard Swanson’s journey ended sadly as he was hit by a truck on a highway only a few weeks and miles after his start in Seattle. He did not survive this tragic accident.

Our ways probably would have crossed on the journey down. We hope we can make it to Brazil also in his name. When getting there, our thoughts will be with him. We got in touch with Richard’s relatives and wanted to meet in Washington State, but unfortunately it didn’t happen. We wish them all the best, too!

Richard Swanson - R.I.P.

Richard Swanson – R.I.P.

David McCarthy and the 49th State Brewery

Nachdem wir die gesamte USA durchkreuzten und nun unseren Weg in das entlegene Alaska gefunden haben, da tauchte sie am Wegesrand auf: Die 49th State Brewing Company! Eine von bier-enthusiastischen Amerikanern geführte Brauerei, die ihre gesamte Energie in die Kunst des Bierbrauens investieren (wohlgemerkt nach dem deutschen Reinheitsgebot!).

Ein Motorradtrip nach Alaska sollte das Leben von David McCarthy einschneidend verändern. Tief berührt von der Schönheit Alaskas wandte er Chicago den Rücken zu und beschloss, in dieser wilde Gegend ein neues Leben zu beginnen. Da er für den Eigenbedarf bereits seit 10 Jahren Bier braute, fiel die Entscheidung, mit seinem Freund Jason Motyka eine Brauerei in Alaska zu eröffnen relativ schnell. Sie nannten sie die „49th State Brewing Company“ und restaurierten dafür liebevoll eine alte Garage, die ursprünglich für Denali Park Tour Busse genutzt wurde. So kam es, dass der Magic Bus, der auch in dem Film „Into the wild“ verwendet wird, dem Biergarten noch heute einen ganz eigenen Flair verleiht.

Aber die Betreibung einer Brauerei ist kein Zuckerschlecken. Unter anderem musste für die Brauerei eine eigene Faulgrube entwickelt werden, zudem ist die Beschaffung der wertvollen Zutaten für das Bier aufgrund der abgelegenen Lage nicht gerade einfach. Aber trotz all der Beschwerlichkeiten tüfteln sie mit ihrem begabten Braumeister Jason Bullen ständig an der Verfeinerung des großartigen Geschmacks ihrer verschiedenen Biersorten (unter anderem Ale, Lager, Helles und sogar Weissbier)! Unserer Meinung nach können es all diese Biere mit ihren großen deutschen Brüdern auf der anderen Seite des Ozeans aufnehmen! Die lokalen Kenner hat es nicht überrascht, dass dieses vorzügliche Bier von Anfang an einen einschlagenden Erfolg feierte – offensichtlich setzt sich gutes Bier in jedem Teil der Welt durch. Nach nur drei Jahren erreichte die Brauerei ihre volle Aulastung und erweiterte ihre Braukapazität ständig. Glücklicherweise waren noch ein paar Schlücke übrig, als wir, ausgetrocknet nach einer viel zu langen Abstinenz im völlig überteuerten Kanada, genau zum jährlichen „Augtoberfest“ eintrafen. Also haben wir uns mit unseren Lederhosen in Schale geworfen und ab ging die Post…

In der Winterzeit begibt sich David McCarthy auf die weltweite Suche nach neuen Eindrücken und Inspirationen für sein Braukonzept. So besuchte er sogar die Doemens  Brauereischule in Deutschland. Letztes Jahr flog er nach Peru und auf eine siebenwöchige Rundreise zu Brauereien in Belgien, den Niederlanden und natürlich Deutschland.

Dank David hat gutes und ehrlich gebrautes Bier einen weiteren Sieg auf seinem Kreuzzug durch die Welt errungen. Und wie kann es anders sein – David ist ein großer Land Rover Fan und ist in Besitz eines Discovery 1 1998 50th Anniversary Edition, einem 2001 Discovery 2 mit Safari Dachträger und einem 2007 LR4 HSE! Nicht schlecht…da fehlt unserer Meinung nach nur noch ein Defender 😉

————————————————————————————————————-

english version:

After driving from Baltimore to Key West, Florida, through the entire US and all the way up to Alaska we finally found them: Enthusiastic, beer-loving Americans who put all their efforts in brewing excellent beer following the „German Reinheitsgebot“.

Some years ago a motorcycle trip to Alaska should change the life of David McCarthy. He was so amazed by the beauty of the countryside that he decided to leave Chicago behind. After beeing a passionated homebrewer for over 10 years, he and his friend Jason Motyka then started a Brewery next to the famous Denali with a lot of dedication and pure love and named it „49th State Brewing Company“. These days it is still located in an lovely restaurated barn for the Denali National Park Busses. As a special attraction the bus of the movie “Into the wild” is located in their Beergarden.

But business is hard: Due to the remote location they have to face problems like having to invent an own septic system and managing to ship all the ingredients to this remote place. Against all these tribulations they optimised the taste of a great variety of beers with the very skilled brewmaster Jason Bullen (including Ale, Lager, Helles and even Weissbier). All of them can compete with their „big brothers“ from across the big ocean – and we should know! Not surprisingly the beer had a great impact and success from the beginning in the Denali area – appearantly no matter where, people always appreciate good beer. After only three years the brewery exceeded the limits of their permanent extended brewing capacity. Good for us that there was some left when we came there after a long time of abstinence in Canada due to the absurd high alcohole prices. And even better: By coincidence we came there at the week of „Augtoberfest“, their version of our world famous Octoberfest…so we put on our leather trousers and stayed all night long 🙂

During winter season David McCarthy is searching for new impressions and inspirations for his brewery all over the world. He even went to the Doemens Academy Brewing School in Germany. Last summer he spend 7 weeks of travelling through Peru, and visiting Breweries in Belgium, Netherlands and – of course – Germany.

Thanks to him the taste of good and honestly brewed beer is one step further on his crusade through the world. And, believe it or not, David is a huge Land Rover fan, too. He owns a Discovery 1 1998 50th Anniversary Edition, a 2001 Discovery 2 with Safari Rack and a 2007 LR4 HSE! We only miss a Defender in that collection… 😉